Die nationale rechtskonservative Verführung der evangelikalen Christen

Unter diesem provokativen Titel weise ich auf die Versuchung hin, die das nationale, rechtskonservative Gedankengut auf einen Teil der Christenheit, und insbesondere auf die Evangelikalen ausübt. Ich zeige dabei, wie diese Ideen, die biblisch korrekt erscheinen, in Tat und Wahrheit der Bibel widersprechen. Dabei wird klar, wie diese Gedanken die biblische Lehre und die Gemeinden zu unterlaufen drohen. Dieses Thema ist durchaus aktuell, ruft doch Christoph Blocher zu gewissen Gelegenheiten den Namen Gottes an und zeigt sich der Chef des rechtsextremen Front National in Frankreich, Jean-Marie Le Pen, regelmässig in der Kirche.[1]

 

Die national-konservativen Werte

Es ist natürlich schwierig, die Werte der national-konservativen Rechten in diesem Text umfassend zu beleuchten. Dieser Flügel der politischen Landschaft ist äusserst komplex und breit gefächert. Er umfasst verschiedene Strömungen und Bewegungen, die teils untereinander zerstritten sind. Ich stütze mich für diese Abhandlung auf die heutige national-konservative Rechte, und insbesondere auf Meinungen und Ideen, wie sie von einem Teil der SVP und des französischen Front National vertreten werden. Ich versuche, die Ideen zu umreissen und am biblischen Text zu prüfen, um so zu zeigen, wie fern sie nur scheinbar der biblischen Logik entsprechen.

Fremdenangst, Chauvinismus und nationaler Zerfall

Ein erstes Konzept, das bei der national-konservativen Rechten anzutreffen ist und oft zu Rassismus, Fremdenangst und Antisemitismus führt, ist die Nation[2]. Dieses Konzept wirkt auf gewisse Christen verführerisch, weil sie denken, dass die Ausländer, die in die Schweiz kommen, neue Religionen und Werte mitbringen, wodurch unser Land automatisch entchristlicht wird. Dies entspricht zahlreichen alttestamentlichen Texten, die die Israeliten zur Absonderung von den besiegten heidnischen Völkern aufruft, damit sie nicht von deren abweichenden religiösen Praktiken „angesteckz“ werden.[3] Ebenso kann der zweite Brief an die Korinther zitiert werden: „Ziehet nicht an einem für euch fremden Joch mit Ungläubigen…“[4] Eine Folge dieser Absonderung ist die Angst vor dem nationalen Zerfall, d.h. die Annahme, dass die Anwesenheit von Individuen aus anderen ethnischen Gruppen eine Änderung der nationalen Identität und schliesslich das Verschwinden der Nation zur Folge hat[5].

Hier muss zuerst eine heuchlerische Haltung angeprangert werden. Diese These behauptet nämlich, dass alles Übel nur von aussen kommt, wie wenn der einzelne Gläubige oder die einzelne Gemeinde keinerlei Verantwortung hätten. Dabei besagt doch eine der Lehren Jesu, die den Pharisäern in die Nase stach, dass das was von innen aus dem Herz kommt, den Menschen unrein macht.[6] Darum kann nicht gesagt werden, dass Dinge von aussen den Glauben zerstören oder ein Land entchristlichen können. Der Christ soll seine eigenen Fehler und Sünden erkennen, und nicht einfach die Aussenwelt dafür verantwortlich machen. Diese rechtsextreme These beruht auch auf der arroganten Annahme, das eigene Land sei besser als die anderen, und alles Üble komme aus dem Ausland. Dies verhindert eine grundlegende Selbstkritik und vermittelt ein naives Märchenbild einer urreinen und sündenfreien Schweiz. Das ist in dem Sinn antibiblisch, denn „… alle haben ja gesündigt und ermangeln der Ehre vor Gott.“[7] Gewiss leidet die westliche Gesellschaft an Entchristlichung. Aber sind daran wirklich nur äussere Einflüsse schuldig? Wie können wir die moralische Überlegenheit einer ethnischen Gruppe oder eines Landes im Licht der Bibel rechtfertigen? Gewiss ist die Gnade Gottes durch den direkten Zugang zur Bibel und das Werk der Reformatoren (trotz dunkler Seiten der Reformation) in unserem Land wirksam, aber dies ist nicht das Verdienst unserer Werke.

Die rechtskonservative These des nationalen Zerfalls muss klar vom geistlichen Zerfall unerschieden werden, der sich durch die Abkehr von Gott bzw. von den jüdisch-christlichen Werten ausdrückt. Der geistliche Zerfall ist eine Realität. So fallen die Israeliten im Alten Testament tatsächlich vom Gesetz ab, leben schrankenlos und erleiden damit eine Zunahme der Gewalt, der Korruption, der sozialen Ungerechtigkeit usw.[8] Demgegenüber schreibt die national-konservative Rechte den nationalen Zerfall den Ausländern, Freimaurern usw. zu. Sie vergöttert die Nation, während die Propheten des Alten Testaments nicht fremdenfeindlich sind, sondern die Gesetzesverletzungen der Israeliten anprangern. Die nationale Dekadenz, von der die national-konservative Rechte spricht, hat also nichts mit dem Abfall des Volkes von seinem Gott zu tun. Auch hier gilt es eine Heuchelei anzuprangern: Es ist zu einfach, alle Übel der Gesellschaft äusseren Faktoren, und insbesondere den Ausländern und der Globalisierung, zur Last zu legen. Ob wir Gott folgen wollen oder nicht, hängt im Endeffekt von uns selber und nicht nur von äusseren Einflüssen ab. Nichts in der Bibel lässt darauf schliessen, dass wir berufen sind, die nationale Einheit um jeden Preis zu erhalten und gegen sogenannt schädliche Einflüsse aus dem Ausland zu kämpfen. Patriotismus darf darum um keinen Preis mit der Treue zu Gott verwechselt werden. Die Einheit eines Landes kann übrigens auch nicht aufgrund einer nationalen Einheit gerettet und erhalten werden. Vielmehr sind es biblische Werte wie Nächstenliebe, Solidarität usw., die die gesellschaftlichen Bande festigen.

Autoritäres Führerprinzip

Ein wiederkehrender Wert der national-konservativen Rechten ist ihr Autoritarismus, der besagt, dass das Kollektiv nur mit einer starken Führung gegen äussere Aggressionen geschützt und gegen innen gefestigt werden kann. Es besteht eine Art Faszination und Vergötterung des Chefs, der die nationale Einheit gewährleisten und eine klare Richtung geben soll.[9]Oft führt dies zur Ablehnung des politischen Systems und zum Wunsch, die bestehenden Institutionen von Grund auf zu ändern. Der Rechtsextremismus erachtet die Demokratie als eine Form Anarchismus, die die Nation im Individualismus aufgehen lässt. Im Kontext der aktuellen rechtsnationalen Bewegungen kann das Beispiel der SVP genannt werden, die ständig darauf pocht, das Volk als letzte Entscheidungsinstanz anzurufen, und die Politiker als elitäre „classe politique“ abstempelt. Was auf Anhieb unschuldig aussieht, stellt in Wahrheit die fundamentale Gewaltentrennung zwischen gesetzgebender, ausführender und rechtsprechender Kraft, die Verfassung und die Grundrechte zum Schutz des Individuums vor der Allgemeinheit in Frage. Dies ist eine Art Verherrlichung der Volksrechte[10], während doch die Schweizer Demokratie doch auf dem Pluralismus und der Gewaltentrennung beruht, und nicht auf einem System, das die Volksabstimmungen zum absoluten Dogma heraufbeschwört, das alle Macht in sich vereinigt.

Natürlich muss das demokratische System der Kritik ausgesetzt werden, damit es verbessert werden kann. Die Gefahr besteht beispielsweise, dass eine Mehrheit der Bürger den anderen ihre Bedingungen diktieren könnten, wie es schon Tocqueville befürchtete.[11] Doch habe ich in der Bibel nie eine Stelle gesehen, die von den Israeliten die Errichtung eines autoritären Regimes verlangt oder den Chrsiten empfiehlt, alle Macht einem charismatischen Führer oder nach Vorbild des sowjetischen Politbüros einem kleinen Kabinett zu übertragen. Im Gegenteil, Gott verurteilt im Alten Testament den Wunsch der Israeliten, wie alle anderen Völker einen König zu haben[12], und rettet sie zwar mit charismatischen Führern, die aber nur für eine kurze Zeit erwählt sind[13]. Im Neuen Testament offenbart sich Jesus seinen Jüngern als Diener und nicht als autoritärer Führer, der sie unterdrückt.[14]

Der national-konservative Autoritarismus führt ausserdem zu einer Verherrlichung des Führers, was Gott klar verurteilt. Den Wunsch der Israeliten nach einem eigenen König verurteilt er klar als eine Ablehnung seiner selbst. Wir sehen demnach, dass der von rechtsaussen geforderte Autoritarismus der Bibel widerspricht und das Tor zu einer Vergötzung des Führers öffnet.

Ausserdem zeichnet sich der autoritäre Ansatz durch seinen Materialismus aus: Die Rechtsextremen setzen ihr Vertrauen auf einen Menschen, wo uns die Bibel doch auffordert, Gott zu vertrauen und eine persönliche Beziehung zu ihm zu suchen.

Nostalgie und die Verherrlichung der Vergangenheit

Ein weiterer grosser Mythos der national-konservativen Rechten besteht in der Aussage, die Vergangenheit sei gesamthaft besser gewesen. Die Gegenwart zeichne sich durch den moralischen Zerfall aus, für den z.B. die Juden, die Moslems, die Überfremdung oder die Jugend mit ihrem wachsenden Drogenkonsum und immer ausgefalleneren Kleidungsstil verantwortlich seien. Eine solche Verherrlichung der Vergangenheit könnte fälschlicherweise biblisch begründet werden. Eine oberflächliche Lektüre der Offenbarung kann den Glauben nähren, das Ende der Welt sei nahe und liege ganz in den Händen des Teufels. So entsteht ein extrem pessimistisches und düsteres Bild der Zukunft, das die übereinfache Sicht vermittelt, die Vergangenheit sei angesichts dieser apokalyptischen Aussichten immer zu bevorzugen.

Die Verherrlichung der Vergangenheit ist aus mehreren Gründen ein Irrtum. Zum ersten bleiben damit die Werke der Kirche zur Verbesserung der Zukunft völlig unbeachtet. Kann die Gründung des Roten Kreuzes und der Heilsarmee, können die Werke Calvins, Luthers, des Augustinus’, des Thomas’ von Aquin usw. einfach in den Mülleimer der Geschichte geworfen werden? Diese Personen und Organisationen haben doch nennenswerte soziale und geistliche Fortschritte erzielt, deren Früchte wir noch heute ernten. Wer möchte schon eine Vergangenheit wie das Mittelalter verherrlichen, als der Analphabetismus die Bibellektüre verunmöglichte? Warum sollten die 50er und 60er Jahre besser gewesen sein, nur weil es keine Punks und Kiffer gab? Ich glaube nicht, dass uns die Bibel zur Nostalgie einer verlorenen und erträumten Vergangenheit ermutigt, sondern vielmehr dazu, das Reich Gottes zu bauen und die Wiederkehr Christi vorzubereiten.[15] Das Ziel der Offenbarung ist ja auch gar nicht die Rückkehr in den Garten Eden. Vielmehr wird von einer Stadt gesprochen und davon, dass Gott unter ihren Einwohnern wohnt.[16] Die Verherrlichung der Vergangenheit und die Nostalgie können darum nicht als biblische Werte erachtet werden, und wir sollten uns nicht von ihnen bestimmen lassen. Die Christen, die sich nach Vergangenem sehnen, sind vom Pessimismus bestimmt und sind von der Zukunftsangst geprägt. Dabei sollten wir doch die Allmacht und Souveränität Gottes trotz gegenwärtiger Schwierigkeiten anerkennen.[17]

Verschwörungstheorie und Angst vor Weltherrschaft

Oft lässt sich in den Äusserungen der national-konservativen Rechten der Glaube an eine zentrale Verschwörung finden. Einige glauben, die Juden kontrollierten alle Machtstrukturen und wirtschaftlichen Abläufe, für andere handelt es sich um die Freimaurer. Oft führt diese Anschauung zu einer Haltung, die gegen das Establishment gerichtet, weil sie den Glauben fördert, alle Politiker seien gleich korrupt. Dies gründet auf der Überzeugung, dass sie sich alle gegenseitig kennen und ihre Entscheide auf dem Rücken des Volkes treffen. Das Konzept einer zentralisierten, weltweiten Verschwörung deckt sich durchaus mit dem Bild, das wir vom Teufel haben können, womit sich die neutestamentliche Frage nach dem Antichrist stellt.

Trotz scheinbarer Ähnlichkeiten kann das Handeln Satans, wie es in der Bibel beschrieben wird, nicht auf eine Ebene mit der Idee eines universellen und staatsfeindlichen Komplotts gebracht werden, wie sie von der national-konservativen Rechten gepflegt wird. Tatsächlich zeigt uns die Bibel und die Geschichte, dass die Zahl des Tieres (666), und damit der Antichrist, nacheinander mit dem römischen Kaiser Nero, der katholischen Kirche und in den 30er und 40er Jahren ironischerweise sogar mit der Dorflädeli-fressenden Migros identifiziert wurde. Satans Handeln beschränkt sich ja aber auch nicht auf die politische und institutionelle Ebene, sondern greift ebenso auf Einzelpersonen und Kirchen über.

Zweitens muss eingewendet werden, dass diese äusserst vereinfachende Sicht der Politik und der Politiker zu einfach ist. Wenn es eine Verschwörung in diesem Ausmass gäbe, kämen politische Konflikte und Auseinandersetzungen unter der politischen Elite gar nicht mehr vor.

Drittens übergeht diese Sicht die Rolle Gottes und insbesondere seine Souveränität Satan gegenüber, der immer noch Jesus unterworfen ist. Auch hier ist diese Sicht also vereinachend und ganz menschlich, indem sie unseren Kampf auf eine rein menschliche und politische Ebene beschränkt. Es kann denn auch gefragt werden, wo hier die geistliche Ebene sei und wo z.B. die Busse ihren Raum hat. Der geistliche Kampf gegen das Böse darf sich nicht nur gegen materielle, äussere Feinde richten, er verlangt auch Gedankenarbeit und eine Arbeit an sich selber durch die Heiligung und die Infragestellung eigener Verhaltensweisen und Werte im Gegenüber mit Gott.

Schliesslich hindert uns die ständige Ausrichtung auf einen „satanisch-politischen“ Komplott, die Souveränität Gottes und den Vormarsch des Evangeliums in unserem Leben und in unserer Umwelt wahrzunehmen. Meiner Meinung nach ist es keine biblische Haltung, wenn jemand jeden Morgen mit der Besessenheit aufwacht, die Weltverschwörung zu bekämpfen. Es ist viel gesünder, Gott zu suchen, sich Ihm zu öffnen, Seine Werke zu sehen und Seine Souveränität anzuerkennen und sich dadurch ermutigen zu lassen.

Schluss: Kein Platz für Gott

Wir haben gesehen, dass die Hauptthesen und die ideologischen Fundamente der national-konservativen Rechten in krassem Widerspruch zur biblischen Lehre stehen. Dieser Text weist vorallem auf die Unterschiede zwischen der rechten Ideologie und der Bibel hin. Die Bibel beruht auf Gott und fordert uns auf, sich Ihm zu nähern. Die national-konservative Rechte ihrerseits beruht auf der Nation und der Ethnie. An diesem Punkt scheidet sich alles. Die national-konservative Rechte verteidigt Autorität und Gehorsam, wobei sich Gott als gerechter Gott offenbart, der Gnade walten lässt. Gewiss hat Gott auch „schreckliche“ Seiten, wie die Bestrafung der Israeliten im Alten Testament, doch können sie kaum auf einen simplen Autoritarismus reduziert werden. Hinsichtlich der Nostalgie dreht Gott die Logik um: Er handelt für die Zukunft. Die Propheten haben dem Volk Israel denn auch die Zukunft und das Kommen Christi vorhergesagt, während die national-konservative Rechte sich auf Mythen vergangener Zeiten beruft. Schliesslich widerspricht der Verschwörungs-Wahn einer Theologie, deren Gott trotz der schwierigen Umstände seines Volkes souverän ist. So wird die wahre Natur der national-konservativen Rechten offenbar: Sie ist und bleibt materialistisch und beschränkt sich auf das Menschliche. So lässt sie keinen Platz für den Gott der Bibel.

Bibliographie

CHEVALLIER, J-J.: Les grandes œuvres politiques de Machiavel à nos jours, 1970, Paris: Armand Colin, S. 217-234.

ROBERTSON, D.: Dictionnary of politics, 1985, Hammondsworth (Middlesex, England): Penguin Books ltd.

 

Thomas Tichy, 17. Januar 2005

Übersetzung: Samuel Ninck

 


[1] Die Verbindung zwischen Front National und SVP ist nicht auf Anhieb augenfällig, doch überschneiden sich ihre Wahlkampfthemen: Einwanderung, Sicherheit, Angriffe auf das politische System und die classe politique, traditionelle Werte usw. Ende der 80er Jahre versuchte die rechtsaussen Bewegung Vigilance (vergebens), Le Pen nach Genf einzuladen, und verschiedene ihrer Mitglieder haben am Jahresfest des Front National teilgenommen. Dieselben Personen leiten heute die Genfer SVP-Sektion (Quelle: Les dossiers du Canard, März 1990, S.96-97). Der Front National zeigt sich in einer Pressemitteilung vom 22. Oktober 2003 erfreut über den Sieg der SVP in den letzten Nationalratswahlen (http://www.frontnational.com/quotidien_detail.php?id_qp=101&art=1). Die Webpage des Front national verfügt über einen Link zur SVP.

 

[2] Die Historiker gehen davon aus, dass der Nationalismus mit der französischen Revolution auftaucht. Kurz gefasst, bekämpft die damalige Linke die Aristokratie und die Ungleichheit der Klassen ab, um die Gleichheit und Brüderlichkeit aller Franzosen zu proklamieren. Mit dem sozialen Fortschritt, den die Machtübernahme des Bürgertums während der Revolution mit sich bringt, verlangt eine neue Opposition die Brüderschaft der gesamten Menschheit. So übernimmt diese Linke einen Internationalismus, der eine Brüderlichkeit über die französischen Grenzen hinaus fordert. Der Nationalismus rutscht von links nach rechts, was noch heute mehr oder weniger der politischen Realität entspricht. Ein Beispiel dafür ist die Affäre Dreyfus.

[3] Esra 10,2-11; Nehemia 13,23-31; 3. Mose 20,23-26.

[4] 2. Korinther 6,14.

[5] Zwei Grundsatztexte des SVP-Programms veranschaulichen diesen Gedanken gut: In der Einleitung wird vorausgesetzt, dass der (im Vergleich mit unseren Nachbarn) hohe Ausländeranteil grundsätzlich negativ sei (Asylrechtsmissbrauch, Kriminalität usw.) (http://www.svp.ch/file/Plattform_franz.pdf, S. 40).

Oder auch die Forderung, dass sorgfältig mit dem Bürgerrecht umgegangen werden soll (Juli 2001):http://www.svp.ch/file/f2001.01Integrationspapier.doc

[6] Markus 7,18: „Und er [Jesus] sprach zu ihnen: Auch ihr seid so unverständig! Merkt ihr nicht, dass alles, was von aussen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht verunreinigen kann?“

[7] Römer 3,23.

[8] Amos 2,6-16; Micha 6,9-7,6; Hosea 4,1-14.

[9] Man spricht auch vom „Führerprinzip“, das die Strukturen der rechtsextremen Parteien prägt. Das Konzept des Fürherprinzips oder seine gemässigtere Form einer charismatischen Leiterfigur kann im Prinzip in jeder Partei oder Bewegung gefunden werden, wenn der Präsident oder das Zentralkomitee nie in der Öffentlichkeit kritisiert werden, Uneinigkeiten als Verrat angesehen werden und schliesslich alles vereinheitlicht wird. Dies kommt auch in linken Parteien unter dem Begriff „demokratischer Zentralismus“ vor.

[10] Die SVP verlangt z.B., dass die Einbürgerungen der Volksabstimmung unterstellt werden sollen, als ob das Volk unfehlbar wäre. Dies offenbart eine verachtende Haltung den Verwaltungsverfahren gegenüber. Diese Verfahren sind zwar gewiss unvollkommen, gewährleisten indessen die Gleichbehandlung und sind besser nachvollziehbar.

http://www.udc.ch/index.html?&page_id=1176&node=67&level=1&l=3

Dieser Ansatz beruft sich auf Vordenker der französischen Rechtsextremisten wie Charles Maurras (1868-1952) oder af den deutschen Verfahrensrechtler Karl Schmitt (1888-1985), die mit den Nazis kollaboriert bzw. selber Nazi wurden.http://en.wikipedia.org/wiki/Carl_Schmitt

[11] Robertson, D.: Dictionnary of politics, Hammondsworth, Middlesex, England, Penguin books Ltd. 1985. S. 78-79.

[12] 1. Samuel 8,7.

[13] Siehe Buch der Richter, z.B. Kapitel 4.

[14] Lukas 22,24-27: „Es entstand aber unter ihnen auch ein Streit darüber, wer von ihnen als der Grösste gelten könne. Da sprach er zu ihnen: Die Könige der Völker üben die Herrschaft über sie aus, und ihre Gewalthaber lassen sich Wohltäter nennen. Ihr dagegen nicht so! Sondern der Grösste unter euch soll werden wie der Jüngste, und der Hochstehende wie der Dienende. Denn wer ist grösser, der zu Tische Sitzende oder der Dienende? Ist es nicht der zu Tische Sitzende? Ich aber bin mitten unter euch wie der Dienende.“

[15] Matthäus 6,33-34; 2. Petrus 3,12.

[16] Offenbarung 21,1-2.

[17] 1. Petrus 1,6-7; 5,9-11.

 

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