Umfrage: Verbrauchssteuern beliebter als Mehrwertsteuer

Auch Erbschaftssteuer nur mässige Noten

Parallel zur Kampagne zur Erbschaftssteuer-Initiative lancierte ChristNet eine Umfrage, in der wir nach der gerechtesten Steuer fragten. 71 Personen nahmen daran teil und vergaben 1 bis 5 Punkte an neun verschiedenen Steuerformen.

Das Resultat ist nicht repräsentativ, aber doch aufschlussreich: Die beliebteste Steuerform mit insgesamt 318 Punkten sind die Verbrauchssteuern auf Alkohol, Tabak oder Energie. Als ungerechteste Steuer gelten Gebühren für Leistungen der Behörden (215). Die Erbschaftssteuer rangiert in einem breiten Mittelfeld mit 292 Punkten nur auf Rang 7.

Fazit: Steuerformen, die zugleich Lenkungsabgaben sind, scheinen Vielen besonders gerecht. Neben den Verbrauchsteuern trifft dies auch auf die Dividenden- und Kapitalgewinnsteuern (305 Punkte) zu. Auf der anderen Seite empfinden die Befragten nicht-progressive Steuerformen, welche Ärmere prozentual stärker treffen als Vermögende, als weniger gerecht. Das zeigt sich neben den letztplatzierten Behörden-Gebühren auch am zweitletzten Platz der Mehrwertsteuer (259).

Leider geht die heutige Entwicklung nun aber genau in die Richtung, dass Mehrwertsteuern und Behördengebühren immer wichtiger werden, weil die Erhöhungen (progressiver) Einkommens- und Vermögenssteuern nicht mehrheitsfähig sind.

Wie in der Abstimmung vom 14. Juni konnte die Erbschaftssteuer auch in unserer Umfrage nicht genügend punkten. Die Argumente der Initianten, unter ihnen ChristNet, wonach die Erbschaftssteuer eine besonders gerechte Steuerform ist, haben offenbar nicht das nötige Gehör gefunden.

Das Steuerranking

  1. Verbrauchsteuern auf Alkohol, Tabak oder Energie (318 Punkte)
  2. Einkommenssteuern (309)
  3. Dividendenbesteuerung und Kapitalgewinnsteuern (305)
  4. Sozialabgaben wie AHV/IV etc. (301)
  5. Vermögenssteuern (299)
  6. Gewinn- und Kapitalsteuer (Unternehmenssteuern) (294)
  7. Erbschafts- und Schenkungssteuern (292)
  8. Mehrwertsteuer auf alle Konsumgüter (259)
  9. Gebühren für Leistungen der Behörden (215)
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