• Link zu X Link zu X Link zu X
  • Link zu Facebook Link zu Facebook Link zu Facebook
  • Link zu Instagram Link zu Instagram Link zu Instagram
  • Magazin
    • Aktuelle Beiträge
    • ChristNet Dossiers
      • Informationsmacht: Wem gehört die Wahrheit?
      • Christliche Werte – gesunde Demokratie?
  • Über uns
    • Menschen
    • Vision
    • Mission
    • Aktion
    • Netzwerk
  • Mitwirken
    • Newsletter abonnieren
    • Gebets- und Regionalgruppen
    • Aktion
    • Schreiben oder übersetzen
    • Mitgliedschaft
  • Kontakt
  • 25 🎉
  • Spenden
  • Français
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Demokratiedefizite: auch die Schweiz ist betroffen

Dossier: Christliche Werte – gesunde Demokratie?, Dossiers, Gerechtigkeit, Gesellschaft, Politik, Soziales, Technologie
Lesezeit / Temps de lecture ~ 5 min

Die Schweiz gilt international oft als Musterbeispiel einer funktionierenden Demokratie. Mit ihren Instrumenten der direkten Demokratie wie der Volksinitiative und dem Referendum scheint die politische Macht besonders nahe beim Volk zu liegen. Dennoch zeigt ein genauerer Blick, dass auch in der Schweiz verschiedene Demokratiedefizite bestehen.

Aus diesen Demokratiedefiziten heraus ist zu erklären, warum sich oft die wirtschaftlichen Interessen gegenüber dem Volkswillen durchsetzen.

Intransparente Politikfinanzierung

Ein zentrales Problem liegt in der Finanzierung der Politik. In der Schweiz verfügen finanzkräftige Kreise wie Unternehmen, Verbände oder wohlhabende Einzelpersonen über deutlich mehr Möglichkeiten, politische Prozesse zu beeinflussen. Sie können Wahl- und Abstimmungskampagnen mit grossen Summen unterstützen und damit die öffentliche Meinung stärker prägen als andere Akteure. Dies führt zu ungleichen Voraussetzungen im politischen Wettbewerb und verzerrt den Volkswillen. Das demokratische Prinzip „one man, one vote“ wird dadurch untergraben, da finanzielle Mittel faktisch zu mehr Einfluss führen. Besonders problematisch ist, dass wirtschaftliche Brancheninteressen so ein übermässiges Gewicht erhalten, obwohl in einer Demokratie eigentlich die Interessen der Bevölkerung im Zentrum stehen sollten.

Hinzu kommt die Abhängigkeit vieler Politikerinnen und Parteien von Geldgebern. Wer einmal grosse finanzielle Unterstützung erhalten hat oder darauf angewiesen ist, um wiedergewählt zu werden, gerät leicht in eine gewisse Verpflichtung gegenüber den Geldgebern. Dies kann dazu führen, dass politische Entscheidungen nicht mehr allein im Interesse der Allgemeinheit getroffen werden, sondern auch die Erwartungen der Unterstützer berücksichtigen. Solche Abhängigkeiten sind zwar oft schwer nachzuweisen, aber sie stellen ein strukturelles Risiko für die Unabhängigkeit der Politik dar. Neben mir persönlich bekannten Politikern, die mir ihre Abhängigkeiten geschildert haben, ist ein öffentlich bekanntes Beispiel die plötzliche Änderung der Haltung der CVP zur Bonussteuer im Jahr 2012, nachdem sie eine grössere Spende der UBS erhalten hatte.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Transparenz der Politikfinanzierung. Seit Herbst 2022 müssen die Parteien auf Bundesebene Spenden von über 15’000 Franken offenlegen, bei Kampagnen betrifft dies Budgets ab 50’000 Franken. Doch der Widerstand gegen umfassende Transparenz bleibt gross. Insbesondere Parteien, die stark von grossen Geldgebern profitieren, haben wenig Interesse daran, ihre Finanzierung vollständig offenzulegen. Im Kanton Schaffhausen weigerte sich die Parlaments- und Regierungsmehrheit jahrelang, eine Volksinitiative zur Transparenz umzusetzen. Gleichzeitig zeigt das Schaffhauser Beispiel jedoch, dass die Bevölkerung in solchen Fällen durchaus eingreifen und ihren Willen durchsetzen kann, was wiederum ein Zeichen für die Funktionsfähigkeit der demokratischen Mechanismen ist.

Durchlässigkeit des Systems für Lobbys

Neben der Politikfinanzierung stellt auch die starke Durchlässigkeit des politischen Systems für Lobbygruppen ein Problem dar. Besonders auf Parlamentsebene haben finanzkräftige Interessenvertretungen im Vergleich zum Ausland einen besonders einfachen Zugang zu Entscheidungsträgern. Ein häufig genanntes Beispiel ist der Einfluss der Tabakindustrie, bei dem die Schweiz im internationalen Vergleich weltweit am zweitschlechtesten abschneidet. Solche Einflüsse können dazu führen, dass gesundheitspolitische oder gesellschaftliche Anliegen hinter wirtschaftlichen Interessen zurückstehen.

Ein weiteres Demokratiedefizit ergibt sich aus dem Einfluss grosser wirtschaftlicher Akteure, insbesondere aus der Finanzindustrie und multinationalen Konzernen. Die Abhängigkeit der Schweiz von einzelnen Grossunternehmen ermöglicht einen erheblichen politischen Druck durch diese Unternehmen und führt regelmässig zu Entscheiden von Bundesrat und Parlament, die ihnen genehm sind. Wenn ein Unternehmen als „too big to fail“ oder sogar „too big to be saved“ gilt, entsteht ein Erpressungspotenzial.

Mangelhafte Gewaltenteilung

Auch die institutionelle Struktur der Schweizer Demokratie wirft Fragen auf. Die Gewaltenteilung ist nicht vollständig umgesetzt, da das Parlament sowohl den Bundesrat als auch das Bundesgericht wählt.

Zudem fehlt auf Bundesebene ein Verfassungsgericht, das Gesetze auf ihre Vereinbarkeit mit der Verfassung überprüft. Dies führt dazu, dass das Parlament eine sehr starke Stellung einnimmt. In der Vergangenheit kam es mehrfach vor, dass vom Volk angenommene Initiativen nicht oder nur teilweise umgesetzt wurden. Beispiele hierfür sind die Rothenthurm-Initiative, die Alpeninitiative, die Initiative gegen Tabakwerbung, auf der anderen Seite aber auch die Masseneinwanderungsinitiative der SVP. Diese Praxis wirft die Frage auf, inwieweit die direkte Demokratie tatsächlich das letzte Wort hat oder ob das Parlament den Volkswillen letztlich interpretiert und relativiert. Im Rahmen der Initiative «Kinder ohne Tabak» hat die Gesundheitskommission des Nationalrates ganz offen gesagt, dass das Parlament die höchste Instanz sei und nicht das Volk. Im gleichen Sinne hat das Parlament im Jahr 2022 den Kauf der F-35-Kampfflugzeuge beschlossen, obwohl eine Volksinitiative dagegen zur Abstimmung bereitstand und massive Zweifel bezüglich Kosten und Tauglichkeit bestanden, die sich später bestätigten.

Behinderung und Ausschluss bestimmter Bevölkerungsgruppen

Ein weiteres Problem ist der teilweise unzureichende Stand der politischen Bildung. Viele Menschen verfügen nicht über genügend Wissen, um komplexe politische Zusammenhänge zu verstehen. Dies macht sie anfällig für einfache Botschaften, Manipulation oder sogar Verschwörungstheorien. Eine funktionierende Demokratie ist jedoch auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen, die sich kritisch mit Informationen auseinandersetzen können.

Darüber hinaus sind bestimmte Bevölkerungsgruppen von der politischen Mitbestimmung ausgeschlossen, insbesondere Ausländerinnen und Ausländer sowie Jugendliche unter 18 Jahren. Obwohl sie teilweise stark von politischen Entscheidungen betroffen sind, haben sie kein Stimmrecht auf nationaler Ebene. Dies stellt eine Einschränkung des demokratischen Prinzips dar, wonach alle Betroffenen auch mitentscheiden können sollten.

Auch aktuelle Tendenzen geben Anlass zur Sorge

Neben diesen strukturellen Defiziten lassen sich auch neuere Tendenzen beobachten, die Anlass zur Sorge geben. Ähnlich wie in anderen Ländern gibt es auch in der Schweiz Entwicklungen, bei denen mächtige Akteure versuchen, kritische Stimmen einzuschränken.

So wurden im Jahr 2015 beispielsweise Gesetze verschärft, die die Veröffentlichung von Informationen im Zusammenhang mit dem Bankgeheimnis unter Strafe von bis zu drei Jahren Haft stellen, gleich viel wie bei fahrlässiger Tötung. Dies verunmöglicht investigative Recherchen in der Schweiz und behindert die Aufdeckung von Missständen. Dieser Druck auf die Medien wird auch aktiv angewendet, so z.B. mit einer Klage gegen den Tagesanzeiger wegen seines Berichts zur Geldwäscherei einer Genfer Bank oder mit einer erfolgten Durchsuchung von «Inside Paradeplatz».

Möglichkeiten zur Zensur wurden ausgeweitet, etwa durch erleichterte superprovisorische Verfügungen bei «schützenswertem Interesse» statt nur bei «besonders schützenswertem Interesse». Dadurch können Informationen schneller unterdrückt werden, noch bevor eine öffentliche Diskussion darüber stattfinden kann. In bestimmten Fällen hat dies zur Folge, dass politisch relevante Informationen gar nicht erst an die Öffentlichkeit gelangen, wie im Falle der Affären um den Genfer Regierungsrat Pierre Maudet.

Behinderung der Zivilgesellschaft

Ein weiteres Beispiel betrifft den Umgang mit Nichtregierungsorganisationen (NGO). Nach der Abstimmung zur Konzernverantwortungsinitiative, bei denen zivilgesellschaftliche Akteure erstaunlich erfolgreich mobilisieren konnten, ergriffen wirtschaftsnahe Behörden im Aussendepartement von Bundesrat Cassis Massnahmen, die den Handlungsspielraum der NGO einschränken. Dazu gehören etwa der Subventionsstopp für Sensibilisierungsarbeit zu politischen Ursachen von Unterentwicklung oder das Verbot von Sensibilisierung durch NGOs in Schulen. Davon waren Organisationen wie StopArmut betroffen.

Aktuell ist im Parlament ein Gesetz in Diskussion, das die politische Arbeit von NGOs von der Steuerbefreiung ausnehmen will. Dies hätte hohen administrativen Aufwand und zusätzliche Kosten zur Folge, was die entsprechende Arbeit behindert.

Überwachung und Verbot von politischen Diskussionen

Trotz des Auffliegens der Fichenaffäre Ende der 1980er-Jahre und der entsprechenden strengeren Gesetze überwachte der Nachrichtendienst des Bundes weiterhin oppositionelle Organisationen – z.B. Public Eye oder die Grünen – dies unter anderem wegen «Radikalisierungsgefahr». Ausweitungen der Überwachung sind im Gang.

Im Kanton Waadt verbot Regierungsrat Borloz politische Podiumsdiskussionen mit Teilnehmenden aller Parteien an den Schulen vor den eidgenössischen Wahlen 2023. Zwei Jahre später hat das Kantonsgericht einer Klage gegen dieses Verbot stattgegeben. Das Verbot war gesetzeswidrig.

Medienkonzentration und Informationsmacht

Ein Schlüsselthema ist die Entwicklung der Medienlandschaft.

  • Die zunehmende Konzentration von klassischen Medien und «Social Media» in den Händen weniger Eigentümer kann die Meinungsbildung in Richtung der Ideologie und der Interessen der Eigentümer drängen und damit die Demokratie verzerren. Dieser Trend ist in Frankreich und in den USA bereits weit fortgeschritten: https://christnet.ch/de/nein-zur-srg-halbierungsinitiative/
  • Die Social Media, wo kein Faktencheck mehr stattfindet und unbegrenzte Möglichkeiten für die Besitzer – z.B. Elon Musk, für finanzkräftige Industrien und nationalistische Interessen – z.B. russische Bots – bieten, sind eine Gefahr für die Demokratie, da sie Irreführung und Verhetzung stark begünstigen.
  • Der künstlichen Intelligenz wird in Zukunft eine Schlüsselrolle bei der Information der Bevölkerung zukommen. Der Aufbau von Unternehmen der künstlichen Intelligenz braucht Milliardensummen, die nur Superreiche aufbringen können. Diese bestimmen dann, welche Informationen die künstliche Intelligenz bei einer Abfrage zur Verfügung stellt.
  • Gleichzeitig stehen unabhängige Medien unter politischem und wirtschaftlichem Druck, was ihre Rolle als kritische Kontrollinstanz schwächen kann.

Akkumulation von Reichtum – und damit von Macht

Schliesslich stellt auch die zunehmende Konzentration von Reichtum eine grundlegende Herausforderung für die Demokratie dar. Wenn immer mehr Vermögen in den Händen weniger Personen liegt, wächst deren Einfluss auf Politik, Wirtschaft, Medien und Information dieser vermögenden Minderheit.

Jetzt Weichen für die Demokratie stellen!

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Schweiz trotz ihrer starken demokratischen Tradition mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert ist. Diese betreffen sowohl strukturelle Aspekte wie die Politikfinanzierung und die Gewaltenteilung als auch neuere Entwicklungen im Bereich der Medien und der globalen Wirtschaft. Eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit diesen Demokratiedefiziten ist notwendig, um die Qualität und Glaubwürdigkeit der Demokratie langfristig zu sichern.

29. April 2026/0 Kommentare/von Markus Meury
https://christnet.ch/wp-content/uploads/2026/04/pexels-will-chen-246349093-36074718.jpg 1013 1800 Markus Meury https://christnet.ch/wp-content/uploads/2023/06/Logo-Christnet-2023-3240.svg Markus Meury2026-04-29 19:19:052026-04-30 08:37:00Demokratiedefizite: auch die Schweiz ist betroffen

Demokratie ist mehr als Abstimmen und Wählen

Dossier: Christliche Werte – gesunde Demokratie?, Dossiers, Gerechtigkeit, Gesellschaft, Politik
Lesezeit / Temps de lecture ~ 3 min

Eine Demokratie ist eine Staatsform, in der die Macht vom Volk ausgeht. Das bedeutet, dass die Menschen in einem Land darüber entscheiden können, wie sie regiert werden wollen. So lernt man es in der Staatskunde. Dass aber noch viel mehr dazugehört, zeigt dieser Artikel.

Bekanntlich gibt es unterschiedliche Formen der Demokratie, zum Beispiel die repräsentative Demokratie, in der gewählte Vertreter Entscheidungen treffen, oder die direkte Demokratie, in der das Volk zusätzlich selbst über Sachfragen abstimmt. Doch die blosse Existenz von Wahlen oder Abstimmungen genügt nicht, um von einer echten Demokratie zu sprechen. Vielmehr braucht es eine Reihe von grundlegenden Voraussetzungen und Rahmenbedingungen.

Zugang

Eine zentrale Voraussetzung ist der gleiche Zugang aller Menschen zur politischen Mitbestimmung. Das bedeutet zunächst, dass alle Bürgerinnen und Bürger die gleichen politischen Rechte haben müssen. Historisch gesehen war dies nicht immer der Fall, etwa durch das fehlende Frauenstimmrecht. Das Wahlrecht darf auch nicht gezielt eingeschränkt werden – dass z.B. nur diejenigen wählen dürfen, die gewisse teure Ausweise erworben haben. Auch strukturelle Verzerrungen wie etwa manipulierte Wahlkreiseinteilungen – sogenanntes Gerrymandering – dürfen nicht vorkommen, da sie die Repräsentation verfälschen.
Neben den formalen Rechten braucht es jedoch auch reale Möglichkeiten zur Teilnahme. Bildung spielt hier eine entscheidende Rolle: Nur wer ausreichend informiert ist und Zusammenhänge versteht, kann sich sinnvoll an politischen Prozessen beteiligen.

Meinungsäusserung

In einer Demokratie müssen alle Menschen die Möglichkeit haben, ihre Meinung frei zu äussern und zu verbreiten. Das Internet könnte theoretisch zu mehr Meinungsfreiheit beitragen, doch in der Praxis zeigt sich, dass finanzielle Mittel oft eine grosse Rolle spielen: Wer mehr Geld investiert, kann seine Botschaften stärker verbreiten.

Besonders problematisch ist dies bei Abstimmungs- und Wahlkampagnen. Wenn eine Seite deutlich mehr finanzielle Ressourcen hat, kann sie die öffentliche Meinung stark beeinflussen. Es kommt in der Schweiz oft vor, dass Vorlagen, die in Umfragen lange Zeit breite Unterstützung geniessen, am Ende abgelehnt werden, weil eine finanzstarke Gegenseite intensive Kampagnen führt. Auch der Besitz von Medien ist entscheidend: Wenn wenige Akteure einen grossen Teil der Medien kontrollieren, kann dies die Reichweite von gegenteiligen Meinungen einschränken. Deshalb sind ein ausgewogen finanzierte Medienlandschaft und journalistische Freiheit zentrale Elemente einer funktionierenden Demokratie.

Wahrheit

Eng damit verbunden ist die Notwendigkeit korrekter Information. Bürgerinnen und Bürger müssen verlässliche und überprüfbare Informationen erhalten, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. Professionelle Instanzen wie unabhängige Medien, wissenschaftliche Einrichtungen oder Fact-Checking-Organisationen spielen dabei eine wichtige Rolle. In der heutigen Zeit besteht jedoch die Gefahr, dass solche Stimmen von einer Flut an Informationen – oder sogar von gezielter Desinformation – übertönt oder behindert werden.

Politikfinanzierung: Gleich lange Spiesse

Ein weiteres Element ist die faire Finanzierung von Parteien und politischer Arbeit. Wenn einzelne Parteien oder Interessengruppen deutlich mehr finanzielle Mittel haben, entsteht ein Ungleichgewicht. Gleich lange Spiesse sind notwendig, damit alle politischen Akteure eine reale Chance haben, gehört zu werden. Auch Lobbying muss transparent und ausgewogen gestaltet sein, damit nicht einzelne Interessen überproportionalen Einfluss ausüben.

Gleich grosser Einfluss – kein Erpressungspotenzial

Ebenso wichtig ist der Schutz vor Drohungen und Zwängen. Politische Entscheidungen dürfen nicht unter dem Druck von mächtigen Einzelpersonen oder Unternehmen getroffen werden. Wenn beispielsweise Firmen drohen, ein Land zu verlassen oder wirtschaftlichen Schaden anzurichten, um politische Entscheidungen zu beeinflussen, werden die demokratischen Prozesse untergraben. In diesem Zusammenhang spielt auch die materielle Ungleichheit eine Rolle: Grosse wirtschaftliche Unterschiede können dazu führen, dass einzelne Akteure unverhältnismässig viel Einfluss haben. Das Prinzip „one man, one vote“ verliert dann an Bedeutung.

Gewaltenteilung gegen die Machtkonzentration

Ein grundlegendes Prinzip jeder Demokratie ist die Gewaltenteilung. Die staatliche Macht wird auf verschiedene Institutionen verteilt, typischerweise auf die Exekutive (Regierung), die Legislative (Parlament) und die Judikative (Gerichte). Diese Aufteilung verhindert eine Machtkonzentration und sorgt dafür, dass sich die einzelnen Gewalten gegenseitig kontrollieren. Selbst in der Schweiz ist diese Gewaltenteilung nicht vollständig durchgezogen, da beispielsweise das Parlament den Bundesrat und das Bundesgericht wählt.

Verfassungsgericht – gerade für Volksinitiativen wichtig

Schliesslich spielt auch ein Verfassungsgericht eine wichtige Rolle. Die Verfassung ist die Grundlage des Zusammenlebens, die sich ein Volk gegeben hat, und es braucht eine Instanz, die darüber wacht, dass alle Gesetze und anderen Erlasse mit ihr vereinbar sind. Ein Verfassungsgericht kann Gesetze aufheben, die gegen die Verfassung verstossen. In der Schweiz gibt es ein solches Gericht auf Bundesebene nicht, was eine Schwäche im demokratischen System darstellt. Aktuell werden angenommene Volksinitiativen vom Parlament auf Gesetzesebene einfach nicht umgesetzt.

Demut – Niemand hat das Recht, über andere zu herrschen

Neben diesen strukturellen Voraussetzungen braucht eine Demokratie auch eine gewisse Haltung der Beteiligten, insbesondere Demut. Niemand besitzt die absolute Wahrheit oder das Recht, sich über demokratische Regeln hinwegzusetzen, auch wenn man überzeugt ist, im Interesse des Landes zu handeln. Demokratie lebt vom Respekt gegenüber anderen Meinungen und von Kompromissen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Demokratie weit mehr ist als nur Wahlen und Abstimmungen. Sie erfordert faire Bedingungen, informierte Bürgerinnen und Bürger, unabhängige Institutionen und eine politische Kultur des Respekts und der Verantwortung. Nur wenn all diese Elemente zusammenspielen, kann von einer echten und funktionierenden Demokratie gesprochen werden.

Foto von Louis bei pexels.

26. April 2026/1 Kommentar/von Markus Meury
https://christnet.ch/wp-content/uploads/2026/04/pexels-suissounet-19920845-scaled.jpg 1707 2560 Markus Meury https://christnet.ch/wp-content/uploads/2023/06/Logo-Christnet-2023-3240.svg Markus Meury2026-04-26 20:10:512026-04-29 13:16:18Demokratie ist mehr als Abstimmen und Wählen

Finanzplatz-Initiative zustande gekommen

Gesellschaft, Politik, Soziales, Wirtschaft
Lesezeit / Temps de lecture ~ 2 min

Die Eidgenössische Volksinitiative «Für einen nachhaltigen und zukunftsgerichteten Finanzplatz Schweiz (Finanzplatz-Initiative)» ist mit mehr als 145’000 Unterschriften zustande gekommen. Die nötigen Unterschriften wurden erfolgreich gesammelt. Zusammen mit der Koalition «Christ:innen für Klimaschutz» unterstützt ChristNet die Initiative.

ChristNet und die Koalition «Christ:innen für Klimaschutz» unterstützen die Finanzplatz-Initiative aus drei zentralen Gründen:

Erstens fordert die Initiative ein gerechtes und ökologisches Wirtschaften. Heute fliessen Finanzmittel aus der Schweiz weiterhin in Projekte, die Klima und Biodiversität schädigen. Dies widerspricht der Verantwortung gegenüber der Schöpfung und der Würde aller Menschen, insbesondere jener, die am stärksten unter den Folgen der Klimakrise leiden.

Zweitens verfügt der Finanzsektor über eine enorme Gestaltungsmacht. Banken, Versicherungen und Pensionskassen können durch ihre Investitionen den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft entscheidend vorantreiben. Die Initiative sorgt dafür, dass diese Verantwortung wahrgenommen und transparent umgesetzt wird.

Drittens stellt die Initiative das Gemeinwohl über kurzfristige Profitinteressen. Eine nachhaltige Finanzpolitik trägt dazu bei, langfristige Schäden wie extreme Wetterereignisse, Migration und Konflikte zu verringern und eine lebenswerte Zukunft für alle zu sichern.

Finanzplatz mit globaler Wirkung

Der Schweizer Finanzplatz spielt international eine zentrale Rolle. Die Initiative fordert, dass der Schweizer Finanzplatz seine Geschäftstätigkeit konsequent an internationalen Klima- und Biodiversitätszielen ausrichtet. Banken, Versicherungen und weitere Finanzakteure sollen keine Investitionen mehr in fossile Energien und andere klimaschädliche Projekte tätigen. Stattdessen soll Kapital in Vorhaben fliessen, die eine nachhaltige Zukunft fördern. Eine verantwortungsvolle Finanzwirtschaft ist ein entscheidender Hebel, um die Klima- und Umweltkrise zu bewältigen und kommende Generationen zu schützen.

«Die Schweiz trägt mit ihrem Finanzplatz eine globale Verantwortung. Es ist nicht hinnehmbar, dass weiterhin in Projekte investiert wird, die die Klimakrise verschärfen und die Lebensgrundlagen vieler Menschen zerstören», so Yvan Maillard-Ardenti, Themenbeauftragter für Klimagerechtigkeit bei HEKS.
Die Anforderungen richten sich an Banken, Versicherungen, Vorsorgeeinrichtungen und weitere Akteure des Finanzsektors. Im Fokus stehen die Auswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – insbesondere in Bezug auf Treibhausgasemissionen und Biodiversität.

Christliche Werte konkret leben

Für ChristNet und «Christ:innen für Klimaschutz» ist die Initiative ein konkreter Weg, christliche Werte in wirtschaftliches Handeln zu übersetzen. Sie verbindet Verantwortung für die Schöpfung mit dem Einsatz für globale Gerechtigkeit und Solidarität.

«Als Christinnen und Christen tragen wir Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung. Die Finanzplatz-Initiative ist eine konkrete Möglichkeit, diese Verantwortung auch im wirtschaftlichen Handeln wahrzunehmen und politisch konkret umzusetzen», so Milena Hartmann, Fachstellenleiterin und Umweltbeauftragte bei oeku Kirchen für die Umwelt.

Die Unterstützung der Initiative ist damit auch ein sichtbares Zeichen für einen Glauben, der Verantwortung für die Schöpfung übernimmt und sich für eine gerechte und lebenswerte Zukunft für alle Menschen einsetzt.

Christliche Organisationen sind gefordert

Durch die Klima- und Umweltkrise sind Kirchen und christliche Organisationen gefordert, Stellung zu beziehen und sich für Gerechtigkeit, Nächstenliebe und ein gutes und gelingendes Leben für alle Lebewesen einzusetzen. In einer globalisierten Welt hängen die Schicksale von Menschen in verschiedenen Teilen der Erde zusammen. Die Verantwortung für den Planeten und seine Grenzen wahrzunehmen, ist für Christinnen und Christen Teil ihrer Glaubensverantwortung.

Quelle: Medienmitteilung «Christ:innen für Klimaschutz»

20. April 2026/0 Kommentare/von ChristNet
https://christnet.ch/wp-content/uploads/2026/04/finanzplatz-initiative-29732183.jpg 777 1700 ChristNet https://christnet.ch/wp-content/uploads/2023/06/Logo-Christnet-2023-3240.svg ChristNet2026-04-20 09:31:342026-04-20 09:40:50Finanzplatz-Initiative zustande gekommen

Wenn Waffen unkontrolliert exportiert werden, leidet der Frieden

Gerechtigkeit, Gesellschaft, Politik
Lesezeit / Temps de lecture ~ 5 min

Das Bundesparlament hat Ende 2025 beschlossen, die Regeln für den Export von Schweizer Kriegsmaterial drastisch zu lockern. Eine breite Allianz aus Parteien, NGOs und Friedensorganisationen hat das Referendum dagegen ergriffen, für das die Frist noch bis 17. April läuft.

Weiterlesen

1. April 2026/0 Kommentare/von Marc Jost
https://christnet.ch/wp-content/uploads/2026/04/jay-rembert-xnK_o6OdTew-unsplash.jpg 787 1400 Marc Jost https://christnet.ch/wp-content/uploads/2023/06/Logo-Christnet-2023-3240.svg Marc Jost2026-04-01 23:05:272026-04-02 22:38:16Wenn Waffen unkontrolliert exportiert werden, leidet der Frieden

Seiten

  • 25 Jahre ChristNet
  • 404
  • Anmeldung Forum 2024 DE
  • AutorIn werden bei ChristNet
  • beim-namen-nennen-petition-2024
  • Dossier: «Christliche Werte – gesunde Demokratie?»
  • Dossier: «Informationsmacht»
  • Dossiers
  • Forumsveranstaltung
  • Impressum
  • Kontakt
  • Menschen
  • Mitwirken
  • Nächstenliebe, fundiert und engagiert.
  • News
  • signature
  • Spenden
  • Über uns

Kategorien

  • Dossier: Christliche Werte – gesunde Demokratie?
  • Dossier: Informationsmacht
  • Dossiers
  • Entwicklung
  • Gerechtigkeit
  • Gesellschaft
  • Gesundheit
  • In eigener Sache
  • Nächstenliebe
  • Nationalismus
  • News-CH
  • Philosophie
  • Politik
  • Soziales
  • Technologie
  • Theologie
  • Umwelt
  • Wirtschaft

Archiv

  • Mai 2026
  • April 2026
  • März 2026
  • Februar 2026
  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025
  • Juni 2025
  • Mai 2025
  • April 2025
  • März 2025
  • Februar 2025
  • Januar 2025
  • Dezember 2024
  • November 2024
  • Oktober 2024
  • September 2024
  • August 2024
  • Juli 2024
  • Juni 2024
  • Mai 2024
  • April 2024
  • März 2024
  • Februar 2024
  • Januar 2024
  • Dezember 2023
  • November 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • August 2023
  • Juni 2023
  • Mai 2023
  • April 2023
  • März 2023
  • Februar 2023
  • Januar 2023
  • Dezember 2022
  • November 2022
  • Oktober 2022
  • September 2022
  • August 2022
  • Mai 2022
  • Januar 2022
  • November 2021
  • September 2021
  • Juli 2021
  • Juni 2021
  • Mai 2021
  • April 2021
  • März 2021
  • Januar 2021
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • September 2020
  • Juli 2020
  • Juni 2020
  • Mai 2020
  • Januar 2020
  • Oktober 2019
  • Mai 2019
  • April 2019
  • März 2019
  • Dezember 2018
  • August 2018
  • Juni 2018
  • April 2018
  • November 2017
  • September 2017
  • April 2017
  • Februar 2017
  • Oktober 2016
  • August 2016
  • Juli 2016
  • Juni 2016
  • Mai 2016
  • April 2016
  • März 2016
  • Februar 2016
  • November 2015
  • Oktober 2015
  • September 2015
  • Juli 2015
  • April 2015
  • März 2015
  • Februar 2015
  • Dezember 2014
  • November 2014
  • September 2013
  • Mai 2013
  • Februar 2013
  • November 2012
  • September 2012
  • Juni 2012
  • Mai 2012
  • März 2012
  • Dezember 2011
  • November 2011
  • Oktober 2011
  • September 2011
  • Februar 2011
  • November 2010
  • Oktober 2010
  • Mai 2010
  • April 2010
  • Februar 2010
  • Dezember 2009
  • November 2009
  • Juni 2009
  • November 2008
  • Mai 2008
  • März 2008
  • Oktober 2007
  • September 2007
  • Mai 2007
  • April 2007
  • Februar 2007
  • Januar 2007
  • Dezember 2006
  • Oktober 2006
  • Juni 2006
  • Februar 2006
  • Januar 2006
  • Dezember 2005
  • Oktober 2005
  • September 2005
  • Juli 2005
  • April 2005
  • März 2005
  • Januar 2005
  • Dezember 2004
  • November 2004
  • Juli 2004
  • April 2004
  • Februar 2003
  • Januar 2003
  • Juli 2002
  • Juni 2002
  • April 2002
  • März 2002
  • Januar 2002
  • Januar 2001

Kontakt
Trägerverein ChristNet
3000 Bern

info@christnet.ch

CH61 0900 0000 3072 3995 2

Impressum

Spenden
ChristNet wird grösstenteils über deine Einzelspenden finanziert. Falls Du uns unterstützen möchtest, klicke hier.

Newsletter
Angesprochen? Wenn Dich unsere Vision anspricht, kannst du regelmässig unsere Infos und Einladungen erhalten. Jetzt Newsletter abonnieren

Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen

Ich bin damit einverstanden, dass Christnet Tracking-Technologien von Drittanbietern verwendet, um personenbezogene Daten zu verarbeiten, ein Benutzerprofil zu erstellen und mir interessenbezogene Werbung anzuzeigen. Ich kann meine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen (unten links auf das Schloss klicken). Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung.

J'accepte que Christnet utilise des technologies de suivi de tiers pour traiter des données personnelles, créer un profil d'utilisateur et m'afficher des publicités basées sur mes centres d'intérêt. Je peux révoquer mon consentement à tout moment avec effet pour l'avenir (cliquer sur le cadenas en bas à gauche). Vous trouverez ici notre déclaration de protection des données.

Verweigern/RefuserAkzeptieren/AccepterCookie-Einstellungen/Paramètres des cookies

Cookie- und Privatsphäreeinstellungen/Paramètres de cookies et de confidentialité



Wie wir Cookies verwenden/Comment nous utilisons les cookies

Wir können Cookies anfordern, die auf Ihrem Gerät eingestellt werden. Wir verwenden Cookies, um uns mitzuteilen, wenn Sie unsere Websites besuchen, wie Sie mit uns interagieren, Ihre Nutzererfahrung verbessern und Ihre Beziehung zu unserer Website anpassen.

Klicken Sie auf die verschiedenen Kategorienüberschriften, um mehr zu erfahren. Sie können auch einige Ihrer Einstellungen ändern. Beachten Sie, dass das Blockieren einiger Arten von Cookies Auswirkungen auf Ihre Erfahrung auf unseren Websites und auf die Dienste haben kann, die wir anbieten können.

Nous pouvons demander des cookies qui sont configurés sur votre appareil. Nous utilisons des cookies pour nous dire quand vous visitez nos sites web, comment vous interagissez avec nous, pour améliorer votre expérience d'utilisateur et pour personnaliser votre relation avec notre site web.

Cliquez sur les différents titres de catégories pour en savoir plus. Vous pouvez également modifier certains de vos paramètres. Notez que le blocage de certains types de cookies peut avoir un impact sur votre expérience sur nos sites web et sur les services que nous pouvons offrir.

Wichtige Website Cookies/Cookies importants du site web

Diese Cookies sind unbedingt erforderlich, um Ihnen die auf unserer Website verfügbaren Dienste zur Verfügung zu stellen und einige ihrer Funktionen zu nutzen.

Da diese Cookies zur Bereitstellung der Website unbedingt erforderlich sind, können Sie sie nicht ablehnen, ohne die Funktionsweise unserer Website zu beeinträchtigen. Sie können sie blockieren oder löschen, indem Sie Ihre Browsereinstellungen ändern und das Blockieren aller Cookies auf dieser Website erzwingen.

Ces cookies sont strictement nécessaires pour vous fournir les services disponibles sur notre site et pour utiliser certaines de ses fonctionnalités.

Ces cookies étant strictement nécessaires à la fourniture du site, vous ne pouvez pas les refuser sans affecter le fonctionnement de notre site. Vous pouvez les bloquer ou les supprimer en modifiant les paramètres de votre navigateur et en forçant le blocage de tous les cookies sur ce site.

Google Analytics Cookies/Cookies Google Analytics

Diese Cookies sammeln Informationen, die entweder in aggregierter Form verwendet werden, um zu verstehen, wie unsere Website genutzt wird oder wie effektiv unsere Marketingkampagnen sind, oder um uns zu helfen, unsere Website und Anwendung für Sie anzupassen, um Ihre Erfahrung zu verbessern.

Wenn Sie nicht möchten, dass wir Ihren Besuch auf unserer Website verfolgen, können Sie das Tracking in Ihrem Browser hier deaktivieren:

Ces cookies collectent des informations qui sont utilisées soit sous forme agrégée pour comprendre comment notre site web est utilisé ou quelle est l'efficacité de nos campagnes de marketing, soit pour nous aider à personnaliser notre site web et notre application pour vous afin d'améliorer votre expérience.

Si vous ne souhaitez pas que nous suivions votre visite sur notre site, vous pouvez désactiver le tracking dans votre navigateur ici :

Andere externe Dienste/Autres services externes

Wir verwenden auch verschiedene externe Dienste wie Google Webfonts, Google Maps und externe Videoanbieter. Da diese Anbieter möglicherweise personenbezogene Daten wie Ihre IP-Adresse sammeln, können Sie diese hier blockieren. Bitte beachten Sie, dass dies die Funktionalität und das Erscheinungsbild unserer Website stark beeinträchtigen kann. Änderungen werden wirksam, sobald Sie die Seite neu laden.

Google Webfont-Einstellungen:

Google Karteneinstellungen:

Vimeo und Youtube Video bettet ein:

Nous utilisons également différents services externes tels que Google Webfonts, Google Maps et des fournisseurs de vidéos externes. Comme ces fournisseurs peuvent collecter des données personnelles telles que votre adresse IP, vous pouvez les bloquer ici. Veuillez noter que cela peut fortement affecter la fonctionnalité et l'apparence de notre site web.

Les modifications prennent effet dès que vous rechargez la page.

Paramètres de Google Webfont :

Paramètres de la carte Google :

Vimeo et Youtube Vidéo intégrée :

Datenschutz-Bestimmungen/Dispositions relatives à la protection des données

Sie können unsere Cookies und Datenschutzeinstellungen im Detail auf unserer Datenschutzrichtlinie nachlesen.

Demokratiedefizite: auch die Schweiz ist betroffen

Vous pouvez consulter nos cookies et nos paramètres de confidentialité en détail sur notre politique de confidentialité.

Demokratiedefizite: auch die Schweiz ist betroffen
Einstellungen übernehmen/Appliquer les paramètres
Nachrichtenleiste öffnen Nachrichtenleiste öffnen Nachrichtenleiste öffnen