Finanzplatz-Initiative zustande gekommen
Die Eidgenössische Volksinitiative «Für einen nachhaltigen und zukunftsgerichteten Finanzplatz Schweiz (Finanzplatz-Initiative)» ist mit mehr als 145’000 Unterschriften zustande gekommen. Die nötigen Unterschriften wurden erfolgreich gesammelt. Zusammen mit der Koalition «Christ:innen für Klimaschutz» unterstützt ChristNet die Initiative.
ChristNet und die Koalition «Christ:innen für Klimaschutz» unterstützen die Finanzplatz-Initiative aus drei zentralen Gründen:
Erstens fordert die Initiative ein gerechtes und ökologisches Wirtschaften. Heute fliessen Finanzmittel aus der Schweiz weiterhin in Projekte, die Klima und Biodiversität schädigen. Dies widerspricht der Verantwortung gegenüber der Schöpfung und der Würde aller Menschen, insbesondere jener, die am stärksten unter den Folgen der Klimakrise leiden.
Zweitens verfügt der Finanzsektor über eine enorme Gestaltungsmacht. Banken, Versicherungen und Pensionskassen können durch ihre Investitionen den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft entscheidend vorantreiben. Die Initiative sorgt dafür, dass diese Verantwortung wahrgenommen und transparent umgesetzt wird.
Drittens stellt die Initiative das Gemeinwohl über kurzfristige Profitinteressen. Eine nachhaltige Finanzpolitik trägt dazu bei, langfristige Schäden wie extreme Wetterereignisse, Migration und Konflikte zu verringern und eine lebenswerte Zukunft für alle zu sichern.
Finanzplatz mit globaler Wirkung
Der Schweizer Finanzplatz spielt international eine zentrale Rolle. Die Initiative fordert, dass der Schweizer Finanzplatz seine Geschäftstätigkeit konsequent an internationalen Klima- und Biodiversitätszielen ausrichtet. Banken, Versicherungen und weitere Finanzakteure sollen keine Investitionen mehr in fossile Energien und andere klimaschädliche Projekte tätigen. Stattdessen soll Kapital in Vorhaben fliessen, die eine nachhaltige Zukunft fördern. Eine verantwortungsvolle Finanzwirtschaft ist ein entscheidender Hebel, um die Klima- und Umweltkrise zu bewältigen und kommende Generationen zu schützen.
«Die Schweiz trägt mit ihrem Finanzplatz eine globale Verantwortung. Es ist nicht hinnehmbar, dass weiterhin in Projekte investiert wird, die die Klimakrise verschärfen und die Lebensgrundlagen vieler Menschen zerstören», so Yvan Maillard-Ardenti, Themenbeauftragter für Klimagerechtigkeit bei HEKS.
Die Anforderungen richten sich an Banken, Versicherungen, Vorsorgeeinrichtungen und weitere Akteure des Finanzsektors. Im Fokus stehen die Auswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – insbesondere in Bezug auf Treibhausgasemissionen und Biodiversität.
Christliche Werte konkret leben
Für ChristNet und «Christ:innen für Klimaschutz» ist die Initiative ein konkreter Weg, christliche Werte in wirtschaftliches Handeln zu übersetzen. Sie verbindet Verantwortung für die Schöpfung mit dem Einsatz für globale Gerechtigkeit und Solidarität.
«Als Christinnen und Christen tragen wir Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung. Die Finanzplatz-Initiative ist eine konkrete Möglichkeit, diese Verantwortung auch im wirtschaftlichen Handeln wahrzunehmen und politisch konkret umzusetzen», so Milena Hartmann, Fachstellenleiterin und Umweltbeauftragte bei oeku Kirchen für die Umwelt.
Die Unterstützung der Initiative ist damit auch ein sichtbares Zeichen für einen Glauben, der Verantwortung für die Schöpfung übernimmt und sich für eine gerechte und lebenswerte Zukunft für alle Menschen einsetzt.
Christliche Organisationen sind gefordert
Durch die Klima- und Umweltkrise sind Kirchen und christliche Organisationen gefordert, Stellung zu beziehen und sich für Gerechtigkeit, Nächstenliebe und ein gutes und gelingendes Leben für alle Lebewesen einzusetzen. In einer globalisierten Welt hängen die Schicksale von Menschen in verschiedenen Teilen der Erde zusammen. Die Verantwortung für den Planeten und seine Grenzen wahrzunehmen, ist für Christinnen und Christen Teil ihrer Glaubensverantwortung.
Quelle: Medienmitteilung «Christ:innen für Klimaschutz»



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