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Werner Ninck, Seelsorger und Theologe, ist aktiv bei ChristNet. Seit der Lancierung der Erbschaftsinitiative am 16. August 2011 hat er bereits 200 Unterschriften gesammelt. Interview.

Werner, was ist deine Motivation, dich so engagiert für die Erbschaftsinitiative einzusetzen?

Ich bin Delegierter von ChristNet in der Koordinationskonferenz für die Vorbereitung der Initiative. So konnte ich mich in den Inhalt vertiefen, und ich habe miterlebt, wie umsichtig die Verantwortlichen der EVP vorgegangen sind.

Zudem bin ich überzeugt, dass durch diese Initiative die Botschaft Jesu für die Armen einen sehr guten politischen und gesellschaftlichen Ausdruck bekommt. Es ist ja ein biblisches Prinzip, dass die Reichen mit den Armen teilen sollen, wie Jesus dies z. B. im Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus veranschaulicht (Lukas 16,19-31). Darum finde ich es sehr gut, dass die AHV Hauptempfängerin der Steuererträge sein soll.

Welche Rolle spielt dein Glaube bei diesem Engagement?

Ich glaube, dass Jesus den Sieg über die Mächte der Welt errungen hat, vor allem auch über Mammon. Darum will ich als Zeuge dafür einstehen – hier im Engagement für die Initiative.

Die Erbschaftssteuer ist unter Beschuss geraten, auch unter Christen: Ist es denn nicht normal, wenn das Geld in der Familie bleibt? Die Patriarchen der Bibel waren ja auch schwerreich und vererbten ihren Reichtum weiter…

Ja, da nehme ich klar eine andere Position ein. Ich selber verstehe Jesus so, dass er nicht die Sippe zur Grundlage seines Engagements macht. Vielmehr distanziert er sich öfters von den Ansprüchen seiner Familie. Mit Jesus ist eine neue Interpretation von Reichtum entstanden: «Reich sein in Gott.»

Jetzt ganz praktisch: An welchen Orten sammelst du am liebsten Unterschriften?

In meiner Gemeinde; dort bin ich geschützt und kann vielen Gemeindegliedern begegnen. Auf dem Bahnhofplatz Bern; dort kommen viele Leute vorbei. Aber auch vor dem Einkaufszentrum um die Ecke; dort kann ich verschiedene Bekannte einladen.

Welche Tipps gibst du Menschen, die Unterschriften sammeln möchten?

Mache dich über die Inhalte anhand des Argumentariums kundig (s. www.christnet.ch). Lass dir zeigen, welche Menschen du in deiner Verwandtschaft, Nachbarschaft und deinem Bekanntenkreis kontaktieren könntest. Tu dich allenfalls mit Anderen zusammen. Mache dir klar, dass es ein Kampf ist, in dem du einiges an Widerständen und Angriffen wirst ertragen müssen.

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