• Link zu X Link zu X Link zu X
  • Link zu Facebook Link zu Facebook Link zu Facebook
  • Link zu Instagram Link zu Instagram Link zu Instagram
  • Magazin
    • Aktuelle Beiträge
    • ChristNet Dossiers
      • Informationsmacht: Wem gehört die Wahrheit?
      • Christliche Werte – gesunde Demokratie?
  • Über uns
    • Menschen
    • Vision
    • Mission
    • Aktion
    • Netzwerk
  • Mitwirken
    • Newsletter abonnieren
    • Gebets- und Regionalgruppen
    • Aktion
    • Schreiben oder übersetzen
    • Mitgliedschaft
  • Kontakt
  • 25 🎉
  • Spenden
  • Français
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Abschaffung der Verrechnungssteuer – Einladung zu Steuerbetrug auf Kosten der Bevölkerung?

Gesellschaft, News-CH, Soziales, Wirtschaft
Lesezeit / Temps de lecture ~ 3 min

Die Verrechnungssteuer von 35 % hat zum Zweck, die Steuerpflichtigen Privaten und Unternehmen dazu zu bringen, ihre steuerpflichtigen Gewinne und Wertzuwächse auch ehrlich anzugeben und damit zu versteuern. Erst nach vorschriftsmässiger Angabe werden die 35% wieder zurückerstattet. Doch die Bankenlobby hat das Parlament dazu gebracht, die Verrechnungssteuer bei der Ausgabe von Obligationen abzuschaffen. Dies mit dem Argument, dass auf Grund des administrativen Aufwands und des vorübergehenden Liquiditätsentzugs die Obligationen heute im günstigeren Ausland ausgegeben würden und der Schweiz damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung entgingen. Gleichzeitig wurde auch grad noch die Umsatzabgabe, die auf dem Handel mit bestimmten Wertpapieren erhoben wird, abgeschafft, da sie sich ebenfalls hemmend auf den schweizerischen Fremdkapitalmarkt auswirke. Gegen dieses Paket wurde das Referendum ergriffen.

Das Loch riskiert grösser zu werden – auf Kosten der Bevölkerung

Die treibenden Kräfte hinter dieser Steuersenkung behaupten, durch den Zuzug von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung aus dem Ausland würden die Kantone und Gemeinden einen Gewinn von mindestens 400 Millionen Franken pro Jahr erwirtschaften. Gleichzeitig allerdings gehen dem Bund nach neusten Zahlen 215 bis 275 Millionen Franken an Einnahmen verloren. Dies sind sehr konservative Schätzungen und wohl viel zu tief gegriffen. Denn erstens basieren diese Berechnungen auf dem aktuell sehr tiefen Zinsniveau, das aber in naher Zukunft ansteigen wird. Und zweitens hat die Finanzindustrie die Angewohnheit, alles zu verheimlichen, was nur möglich ist, um den Gewinn zu maximieren. Ohne Kontrolle fehlt die Motivation, diese Gelder zu versteuern. Schon die Unternehmenssteuerreform II hat gezeigt, dass die Finanzindustrie jegliche Möglichkeiten zur Steuerumgehung ausnutzt. Aus den bei der Abstimmung im Jahr 2008 im Abstimmungsbüchlein angegebenen maximal 933 Millionen Franken Verlusten für Bund und Kantone sind es ab der Inkraftsetzung im 2011 pro Jahr rund 2 bis 2,5 Milliarden Franken geworden (und sind es immer noch), weswegen ein Kanton nach dem anderen drastische Sparprogramme bei Schulen, Spitälern etc. durchgezogen hat. Dafür konnten die Aktionäre Dividenden und Firmenchefs (die sich nun oft Lohn auf andere Weise auszahlen lassen) Einnahmen von den Steuern befreien. Total wurden von 1.1.2011 bis 31.11.2016 CHF 1 Billion 692 Milliarden von 7‘365 Aktiengesellschaften angemeldet und durch die Eidgenössische Steuerverwaltung zur steuerfreien Ausschüttung an die Aktionäre genehmigt.

Steuersenkungen – nachweislich schlecht für die Schwächsten

Auch die Mär, dass es bei Steuersenkungen automatisch allen besser geht wurde schon längst widerlegt. Das zeigt eindrücklich die Oxfam-Studie aus dem Jahr 2014: Die Steuersenkungen im Zuge des Neoliberalismus haben weltweit vor allem die Reichsten noch reicher (und damit auch mächtiger) gemacht, den Ärmsten (also denjenigen, die es am meisten nötig hätten) aber kaum geholfen. In den USA ist so beispielsweise der mittlere Lohn zwischen 1984 und 2016 gleichgeblieben, das mittlere Haushaltseinkommen nahm nur wegen dem zunehmenden Einstieg der Frauen in die Lohnarbeit um insgesamt 20 % zu. Und gerade die Entstehungsgeschichte der USR II zeigte eindrücklich auf, dass es bei dieser gar nicht um die KMU und erst recht nicht um die Gesamtbevölkerung ging, sondern rein um die Interessen der Aktionäre.

Die lebenswichtigen Dienstleistungen brauchen mehr Mittel: Jetzt die Spirale umdrehen

Die Abschaffung der Verrechnungssteuer ist für die Schweizer Bevölkerung also höchstwahrscheinlich wieder einmal ein Verlustgeschäft. Und nicht nur für die Schweizer Bevölkerung, sondern schlussendlich auch für die Länder, aus denen die Arbeitsplätze abgesogen werden sollen. Die Steuerkonkurrenz hat insgesamt die Folge, dass die lebenswichtigen Dienstleistungen wie Schulen, Spitäler, Umweltmassnahmen etc. Schaden nehmen. Die Schulklassen werden immer grösser, Spitäler werden reihenweise geschlossen, das Pflegepersonal wird zu knapp gehalten und schlecht entlöhnt, und Subventionen für Sonnenenergie «sind zu teuer». In diesem System kommen die Schwächsten und die Schöpfung unter die Räder. Dieser Entwicklung gilt es Einhalt zu gebieten. Umso mehr, wenn diejenigen, die es sich am besten leisten könnten, dazu eingeladen werden, keine Steuern mehr zu zahlen.

Photo by Kevin Matos on Unsplash

7. September 2022/1 Kommentar/von Markus Meury
Eintrag teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf LinkedIn
  • Teilen auf Reddit
  • Per E-Mail teilen
https://christnet.ch/wp-content/uploads/2022/09/kevin-matos-Nl_FMFpXo2g-unsplash.jpg 1600 2400 Markus Meury https://christnet.ch/wp-content/uploads/2023/06/Logo-Christnet-2023-3240.svg Markus Meury2022-09-07 10:43:502022-10-05 10:56:29Abschaffung der Verrechnungssteuer – Einladung zu Steuerbetrug auf Kosten der Bevölkerung?
1 Kommentar
  1. Werner Ninck
    Werner Ninck sagte:
    7. September 2022 um 15:50

    Danke für den hervorragenden Artikel.

    Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Ein Beitrag von

Markus Meury
Markus Meury

Jahrgang 1970, verheiratet, zwei Kinder, Soziologe, Gründungsmitglied von ChristNet.

«Ich freue mich, das Bewusstsein in den Kirchen für soziale und ökologische Fragen zu schärfen und entsprechendes Wissen zu vermitteln.»

Spenden

für eine Stimme der Nächstenliebe

ChristNet bietet Raum für Dialog, Inspiration und den gemeinsamen Einsatz für soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Frieden.

Jetzt für unsere Mission spenden

Hier ist auch Dein Input gefragt. Was ist Dein Thema? Worüber hast Du Dir Gedanken gemacht? Welche Aktualität möchtest Du aus dem Blickwinkel der Nächstenliebe kommentieren? Mach mit! Setze einen Kommentar unter den Artikel oder schreibe einen eigenen!

Hast du Vorschläge für eine bessere Übersetzung? Nimm in diesem Fall Kontakt mit uns auf! Wir freuen uns über deine Inputs und nehmen diese gerne in den Text auf. Danke!

Verwandte Artikel

  • Gemeinsamer Aufstand gegen die Armut21. September 2026 - 17:21
  • Dietrich Bonhoeffer – Zeuge christlicher Gewaltfreiheit14. September 2026 - 10:00
  • Ernährungsinitiative: Politisch kaum unterstützt und doch relevant10. September 2026 - 13:00
  • Neutralität im Dienste der Menschen, nicht des Geschäfts!7. September 2026 - 9:20
  • Podcast: Warum «christlicher Nationalismus» ein Widerspruch in sich ist20. August 2026 - 13:00

Kontakt
Trägerverein ChristNet
3000 Bern

info@christnet.ch

CH61 0900 0000 3072 3995 2

Impressum

Spenden
ChristNet wird grösstenteils über deine Einzelspenden finanziert. Falls Du uns unterstützen möchtest, klicke hier.

Newsletter
Angesprochen? Wenn Dich unsere Vision anspricht, kannst du regelmässig unsere Infos und Einladungen erhalten. Jetzt Newsletter abonnieren

Link to: Wieviel Nationalismus erträgt das Evangelium? Link to: Wieviel Nationalismus erträgt das Evangelium? Wieviel Nationalismus erträgt das Evangelium? Link to: AHV 21: Eine Vorlage, die Kopfzerbrechen bereitet Link to: AHV 21: Eine Vorlage, die Kopfzerbrechen bereitet AHV 21: Eine Vorlage, die Kopfzerbrechen bereitet
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen

Ich bin damit einverstanden, dass Christnet Tracking-Technologien von Drittanbietern verwendet, um personenbezogene Daten zu verarbeiten, ein Benutzerprofil zu erstellen und mir interessenbezogene Werbung anzuzeigen. Ich kann meine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen (unten links auf das Schloss klicken). Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung.

J'accepte que Christnet utilise des technologies de suivi de tiers pour traiter des données personnelles, créer un profil d'utilisateur et m'afficher des publicités basées sur mes centres d'intérêt. Je peux révoquer mon consentement à tout moment avec effet pour l'avenir (cliquer sur le cadenas en bas à gauche). Vous trouverez ici notre déclaration de protection des données.

Verweigern/RefuserAkzeptieren/AccepterCookie-Einstellungen/Paramètres des cookies

Cookie- und Privatsphäreeinstellungen/Paramètres de cookies et de confidentialité



Wie wir Cookies verwenden/Comment nous utilisons les cookies

Wir können Cookies anfordern, die auf Ihrem Gerät eingestellt werden. Wir verwenden Cookies, um uns mitzuteilen, wenn Sie unsere Websites besuchen, wie Sie mit uns interagieren, Ihre Nutzererfahrung verbessern und Ihre Beziehung zu unserer Website anpassen.

Klicken Sie auf die verschiedenen Kategorienüberschriften, um mehr zu erfahren. Sie können auch einige Ihrer Einstellungen ändern. Beachten Sie, dass das Blockieren einiger Arten von Cookies Auswirkungen auf Ihre Erfahrung auf unseren Websites und auf die Dienste haben kann, die wir anbieten können.

Nous pouvons demander des cookies qui sont configurés sur votre appareil. Nous utilisons des cookies pour nous dire quand vous visitez nos sites web, comment vous interagissez avec nous, pour améliorer votre expérience d'utilisateur et pour personnaliser votre relation avec notre site web.

Cliquez sur les différents titres de catégories pour en savoir plus. Vous pouvez également modifier certains de vos paramètres. Notez que le blocage de certains types de cookies peut avoir un impact sur votre expérience sur nos sites web et sur les services que nous pouvons offrir.

Wichtige Website Cookies/Cookies importants du site web

Diese Cookies sind unbedingt erforderlich, um Ihnen die auf unserer Website verfügbaren Dienste zur Verfügung zu stellen und einige ihrer Funktionen zu nutzen.

Da diese Cookies zur Bereitstellung der Website unbedingt erforderlich sind, können Sie sie nicht ablehnen, ohne die Funktionsweise unserer Website zu beeinträchtigen. Sie können sie blockieren oder löschen, indem Sie Ihre Browsereinstellungen ändern und das Blockieren aller Cookies auf dieser Website erzwingen.

Ces cookies sont strictement nécessaires pour vous fournir les services disponibles sur notre site et pour utiliser certaines de ses fonctionnalités.

Ces cookies étant strictement nécessaires à la fourniture du site, vous ne pouvez pas les refuser sans affecter le fonctionnement de notre site. Vous pouvez les bloquer ou les supprimer en modifiant les paramètres de votre navigateur et en forçant le blocage de tous les cookies sur ce site.

Google Analytics Cookies/Cookies Google Analytics

Diese Cookies sammeln Informationen, die entweder in aggregierter Form verwendet werden, um zu verstehen, wie unsere Website genutzt wird oder wie effektiv unsere Marketingkampagnen sind, oder um uns zu helfen, unsere Website und Anwendung für Sie anzupassen, um Ihre Erfahrung zu verbessern.

Wenn Sie nicht möchten, dass wir Ihren Besuch auf unserer Website verfolgen, können Sie das Tracking in Ihrem Browser hier deaktivieren:

Ces cookies collectent des informations qui sont utilisées soit sous forme agrégée pour comprendre comment notre site web est utilisé ou quelle est l'efficacité de nos campagnes de marketing, soit pour nous aider à personnaliser notre site web et notre application pour vous afin d'améliorer votre expérience.

Si vous ne souhaitez pas que nous suivions votre visite sur notre site, vous pouvez désactiver le tracking dans votre navigateur ici :

Andere externe Dienste/Autres services externes

Wir verwenden auch verschiedene externe Dienste wie Google Webfonts, Google Maps und externe Videoanbieter. Da diese Anbieter möglicherweise personenbezogene Daten wie Ihre IP-Adresse sammeln, können Sie diese hier blockieren. Bitte beachten Sie, dass dies die Funktionalität und das Erscheinungsbild unserer Website stark beeinträchtigen kann. Änderungen werden wirksam, sobald Sie die Seite neu laden.

Google Webfont-Einstellungen:

Google Karteneinstellungen:

Vimeo und Youtube Video bettet ein:

Nous utilisons également différents services externes tels que Google Webfonts, Google Maps et des fournisseurs de vidéos externes. Comme ces fournisseurs peuvent collecter des données personnelles telles que votre adresse IP, vous pouvez les bloquer ici. Veuillez noter que cela peut fortement affecter la fonctionnalité et l'apparence de notre site web.

Les modifications prennent effet dès que vous rechargez la page.

Paramètres de Google Webfont :

Paramètres de la carte Google :

Vimeo et Youtube Vidéo intégrée :

Datenschutz-Bestimmungen/Dispositions relatives à la protection des données

Sie können unsere Cookies und Datenschutzeinstellungen im Detail auf unserer Datenschutzrichtlinie nachlesen.

Abschaffung der Verrechnungssteuer – Einladung zu Steuerbetrug auf Kosten der Bevölkerung?

Vous pouvez consulter nos cookies et nos paramètres de confidentialité en détail sur notre politique de confidentialité.

Abschaffung der Verrechnungssteuer – Einladung zu Steuerbetrug auf Kosten der Bevölkerung?
Einstellungen übernehmen/Appliquer les paramètres
Nachrichtenleiste öffnen Nachrichtenleiste öffnen Nachrichtenleiste öffnen