• Link zu X Link zu X Link zu X
  • Link zu Facebook Link zu Facebook Link zu Facebook
  • Link zu Instagram Link zu Instagram Link zu Instagram
  • Magazin
    • Aktuelle Beiträge
    • ChristNet Dossiers
      • Informationsmacht: Wem gehört die Wahrheit?
      • Christliche Werte – gesunde Demokratie?
  • Über uns
    • Menschen
    • Vision
    • Mission
    • Aktion
    • Netzwerk
  • Mitwirken
    • Newsletter abonnieren
    • Gebets- und Regionalgruppen
    • Aktion
    • Schreiben oder übersetzen
    • Mitgliedschaft
  • Kontakt
  • 25 🎉
  • Spenden
  • Français
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Podcast: Wie Social Media unsere Meinung lenkt

Dossier: Informationsmacht, Dossiers, Gesellschaft, Podcasts, Soziales, Technologie
Lesezeit / Temps de lecture ~ < 1 min

Einleitungstext zum Inhalt des Podcasts, der auch als Auszug in der Beitragsübersicht erscheint.

Wie stark beeinflussen soziale Medien unsere Meinungen wirklich? Verändern Filterblasen gerade unsere Demokratie? Diesen Fragen geht das Interview mit Simon Mayer, Professor an der Universität St. Gallen (HSG) und Experte für digitale Informationssysteme nach. Es liefert Antworten, wie Empfehlungsalgorithmen funktionieren, weshalb emotionale Inhalte bevorzugt werden und warum extreme Positionen im digitalen Raum oft mehr Aufmerksamkeit erhalten als differenzierte Meinungen.

Ein herzliches Dankeschön geht an den Podcast-Host, Pascal Aeschimann, der uns freundlicherweise die Erlaubnis erteilt hat, diese Episode auf unserer Website zu teilen.

Play Play Zur Episode

 

4. August 2026/0 Kommentare/von Spannungsfelder Podcast
https://christnet.ch/wp-content/uploads/1900/07/podcast_symbol-CN-238103.jpg 1333 2000 Spannungsfelder Podcast https://christnet.ch/wp-content/uploads/2023/06/Logo-Christnet-2023-3240.svg Spannungsfelder Podcast2026-08-04 10:17:342026-08-08 12:11:54Podcast: Wie Social Media unsere Meinung lenkt

Warum sich streiten nicht lohnt

Dossier: Informationsmacht, Dossiers, Gesellschaft, Soziales, Theologie
Lesezeit / Temps de lecture ~ 5 min

In meinem vorangegangenen Artikel habe ich mich dafür ausgesprochen, starke Überzeugungen zu entwickeln und auch dafür zu streiten, denn sie haben motivierende Kraft und helfen uns etwas zu erreichen. Wenn aber eigene Überzeugungen mit der Wahrheit gleichgesetzt werden, lehne ich ihn ab.

Weiterlesen

30. Juli 2026/0 Kommentare/von Martin Benz
https://christnet.ch/wp-content/uploads/2026/07/pexels-tima-miroshnichenko-5711025-scaled.jpg 1707 2560 Martin Benz https://christnet.ch/wp-content/uploads/2023/06/Logo-Christnet-2023-3240.svg Martin Benz2026-07-30 13:00:222026-07-30 18:18:52Warum sich streiten nicht lohnt

Warum sich streiten lohnt

Dossier: Informationsmacht, Dossiers, Gesellschaft, Nächstenliebe, Soziales
Lesezeit / Temps de lecture ~ 6 min

Vor einigen Monaten wurde in einem christlichen Podcast Vertretern einer bestimmten theologischen Richtung, zu der ich mich auch zähle, die persönliche Jesusbeziehung und das Heil abgesprochen und eine direkte Verführung durch den Satan unterstellt. Ich erlebe hier eine Streitkultur, die mir unheimlich ist.

Weiterlesen

23. Juli 2026/0 Kommentare/von Martin Benz
https://christnet.ch/wp-content/uploads/2026/07/pexels-tima-miroshnichenko-5711383-scaled.jpg 1707 2560 Martin Benz https://christnet.ch/wp-content/uploads/2023/06/Logo-Christnet-2023-3240.svg Martin Benz2026-07-23 17:39:272026-07-30 18:19:15Warum sich streiten lohnt

Mindestlöhne in den Kantonen nicht aushebeln

Entwicklung, Gerechtigkeit, Gesellschaft, Politik, Soziales
Lesezeit / Temps de lecture ~ 3 min

National- und Ständerat haben im Juni 2026 beschlossen, kantonale Mindestlöhne dort zu verbieten, wo nationale Gesamtarbeitsverträge bestehen. Dies führt zu Lohnsenkungen in den betroffenen Branchen und Kantonen. ChristNet unterstützt das Referendum dagegen.

Gott möchte, dass alle Menschen ein Auskommen haben. In 5. Mose 15,4 heisst es gar: «Es sollte überhaupt kein Armer unter euch sein». Das Ziel einer Wirtschaftspolitik nach der Bibel ist es also, diesen Zustand herzustellen, zumindest für alle Menschen guten Willens.

In fünf Kantonen hat die Bevölkerung in den vergangenen Jahren konkrete Mindestlöhne beschlossen: Neuenburg, Jura, Tessin, Genf und Basel-Stadt. Auch im Kanton Waadt wurde das Prinzip in der Verfassung festgeschrieben. Umgekehrt wurden entsprechende Initiativen in den Kantonen Basel-Land, Solothurn und Fribourg knapp abgelehnt. Nun hat das Bundesparlament dort kantonale Mindestlöhne verboten, wo nationale Gesamtarbeitsverträge (GAV) bestehen. Dies führt dazu, dass ausgerechnet in Branchen mit niedrigen Löhnen nun die noch niedrigen GAV-Saläre statt der bisherigen kantonalen Mindestlöhne zum Zuge kommen. Dagegen haben Gewerkschaften und Parteien das Referendum ergriffen. ChristNet ruft zur Unterstützung des Referendums auf.

Armut trotz Arbeit in der reichen Schweiz? Das darf nicht sein!

Ein Lohn sollte für eine Familie zum Leben reichen, müsste man meinen. Doch für viele in der Schweiz ist dies heute nicht der Fall. Nach den Zahlen des Bundesamtes für Statistik1 lebten im Jahr 2024 rund 175’000 Erwachsene trotz entlöhnter Arbeit in Armut. In diesen Haushalten lebten auch rund 80’000 dieser Armut betroffene Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Im Jahr 2024 betrug die Armutsgrenze durchschnittlich 4159 Franken pro Monat für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern. Heute wachsen rund 5 % der Kinder in Armut auf, ein Anteil, der sich seit 2014 nicht verbessert hat. Jedes sechste Kind ist zudem armutsgefährdet.

Neues Gesetz trifft besonders die Ärmsten

Besonders viele der bereits armutsbetroffenen Menschen arbeiten in Bereichen, in denen nun durch die Aushebelung der kantonalen Mindestlöhne Lohnsenkungen drohen, zum Beispiel 15’000 Menschen in der Gastronomie. Im teuren Kanton Genf beträgt der Mindestlohn heute 4475 Franken im Monat, in Neuenburg 3886, in Basel-Stadt 4040 Franken. Mit der Annahme der Gesetzesänderung würden in den Kantonen Basel-Stadt und Jura tausende von Angestellten eine Lohnsenkung auf den GAV-Mindestlohn von 3713 Franken und damit ein Abgleiten in die Armut erleiden, während der Lohn in den Kantonen Genf und Neuenburg trotz Teuerung eingefroren würde. Bei den Coiffeuren bzw. Coiffeusen und dem Putzpersonal sieht es sehr ähnlich aus.

Durchsichtiges Argument «Private Abmachung»

Die Parlamentsmehrheit argumentierte, dass kantonale Mindestlöhne ein Eingriff in private Abmachungen von Sozialpartnern seien. Diese Argumentation ist erstaunlich angesichts der Tatsache, dass im Grunde die gesamte Gesetzgebung auf nationaler und kantonaler Ebene den Rahmen für private Abmachungen setzt. Was ist wichtiger: Das Wohlergehen der Armen oder die Ideologie des Nichteingriffs in die Privatwirtschaft? Die Befürworter betonten die Stärkung der Sozialpartnerschaft durch die neue Regelung. Ein Schelm, wer Böses denkt, in einer Zeit, wo aufgrund ihres abnehmenden Organisationsgrades die Gewerkschaften in dieser Partnerschaft regelmässig den Kürzeren ziehen. Es könnte durch die Annahme des neuen Gesetzes durchaus zu einer Zunahme der Arbeitskämpfe kommen.

Nicht weniger, sondern mehr Arbeitsplätze durch Mindestlohn!

Der Gewerbeverband meinte, dass sich viele Betriebe die Mindestlöhne nicht leisten könnten und dass dadurch Arbeitsplätze verloren gingen. Doch die Wirtschaftswissenschaft hat dies schon längst widerlegt: In Grossbritannien wurde 1999 ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt, der auch jährlich erhöht wurde. Wissenschaftliche Untersuchungen2 zeigen, dass dadurch insgesamt keine Arbeitsplätze vernichtet, sondern tendenziell eher mehr geschaffen werden. Dies deshalb, weil wenig Verdienende das zusätzliche Geld nicht sparen können, sondern meist wieder vor Ort ausgeben, was neue Arbeitsplätze schafft. Auch in den USA3 wurden ähnliche Erfahrungen gemacht und in Genf sind ebenfalls keine negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt auszumachen.

Kantone sind grossmehrheitlich gegen das Mindestlohn-Verbot

Während der Vernehmlassung zum Gesetzesentwurf haben sich abgesehen von Obwalden alle Kantone gegen das neue Gesetz ausgesprochen. Denn es bedeutet einen verfassungswidrigen Eingriff in die kantonale Hoheit. Auch der Bundesrat sprach sich mit der Begründung dagegen aus, dass GAV eben gerade privatrechtliche Verträge seien und deshalb rechtshierarchisch nicht über Volksentscheiden stehen könnten.

Wirtschaftspolitik für diejenigen, die es am meisten brauchen

Wirtschaftspolitik muss denjenigen zugutekommen, die es am meisten brauchen. Wenn das nicht erreicht wird oder wenn, wie im vorliegenden Fall, den Ärmsten das Wenige, das sie haben, gar weggenommen wird, darf das als Totalversagen der Politik gewertet werden. Dann ist es Zeit, über die Bücher zu gehen und die Wirtschaftspolitik neu auszurichten, die Ziele wieder neu zu definieren und den Akteuren verständlich zu machen. Wirtschaftspolitik muss auch auf wissenschaftliche Erkenntnisse und nicht auf Ideologie basieren. Und sie muss die Gesamtanzahl der Arbeitsplätze im Auge haben. Da schneiden die Mindestlöhne gut ab. Deshalb empfiehlt ChristNet, das Referendum gegen das neue Gesetz bis spätestens Anfang September zu unterschreiben

Hier unterschreiben: Referendum «Hände weg von den Mindestlöhnen!»


1. https://www.bsv.admin.ch/de/newnsb/VgZS118i99Abu0uAkYqUA?utm_source=chatgpt.com
2. https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-grossbritannien-loehne-und-jobs-stabilisiert-10342.htm
3. https://www.letemps.ch/economie/six-enseignements-salaire-minimum

21. Juli 2026/0 Kommentare/von Markus Meury
https://christnet.ch/wp-content/uploads/2026/07/abstieg-273198323.jpg 956 1700 Markus Meury https://christnet.ch/wp-content/uploads/2023/06/Logo-Christnet-2023-3240.svg Markus Meury2026-07-21 19:47:282026-07-21 19:57:21Mindestlöhne in den Kantonen nicht aushebeln

«Speaking Truth to Power» – Den Mächtigen die Wahrheit sagen

Dossier: Informationsmacht, Dossiers, Gerechtigkeit, Gesellschaft, Politik, Soziales
Lesezeit / Temps de lecture ~ 3 min

In den letzten Wochen konnten wir auf der Weltbühne erleben, wie Papst Leo XIV sich gegen die Kriegsrhetorik der US-amerikanischen Regierung stemmte. Wütende Antworten des Präsidenten und seines Verteidigungsministers waren die Folge1 .

Zeitgleich hörte ich ein Interview 2 mit dem ehemaligen Direktor des US-amerikanischen Geheimdienstes (CIA), Bill Burns (2021-2025), der davon sprach, wie wichtig eine Atmosphäre sei, in der Menschen auch unbequeme Erkenntnisse kommunizieren können.

«Speaking Truth to Power» 3 , wie er dies nannte, sei ein zentraler Grundsatz der CIA, der es ermögliche, dass die entsprechende Regierung geheimdienstliche Erkenntnisse ungefiltert zu hören bekomme, selbst dann, wenn Nachrichten unbequem seien. Laut Burns ist das ein wesentlicher Vorteil gegenüber autoritär geführten Staaten, in denen das Aussprechen unerwünschter Dinge gefährlich sein kann. Allerdings, so gestand Burns ein, schwinde dieser Vorteil momentan, da sich auch bei der CIA zunehmend eine Kultur der Vorsicht und Angst ausbreite.

Eine Kultur des «Speaking Truth to Power» hat wesentlich zwei Herausforderungen. Zum einen die Frage, ob jemand sich etwas sagen lässt. Zum anderen, ob jemand bereit ist, etwas Kritisches anzusprechen. Beides braucht Mut. Und: Beides braucht eine Kultur, in der dies nicht nur möglich ist, sondern geradezu als eine wichtige Pflicht angesehen wird.

Papst Leo als Vorreiter

Papst Leo sieht es als seine Pflicht, einen klaren Standpunkt einzunehmen, nämlich als Anwalt für den Frieden einzustehen und den Mächtigen dieser Welt entgegenzutreten. Das war in der Geschichte der katholischen Kirche nicht immer so. Lange Zeit war sie, zum Beispiel in Lateinamerika, dafür bekannt, auf Seiten der Machthaber zu stehen.

Das änderte sich signifikant Mitte des letzten Jahrhunderts. Die katholische Kirche sah sich an die Seite der Armen und Unterdrückten berufen. Dieser Wandel kostete vielen Priestern, Diakonen und Ordensleuten das Leben. Eines der bekanntesten Opfer war Oscar Romero, der 1980 in El Salvador während einer Messe im Auftrag des dortigen Militärs ermordet wurde. Romero hatte sich unermüdlich gegen die Unterdrückung der Armen, gegen Folter und Ermordungen durch die Regierung zu Wort gemeldet. Diese Kultur kostete etwas. In dieser Zeit spielte übrigens auch die CIA in Lateinamerika eine mehr als unrühmliche Rolle 4

Die Kultur in unseren Kirchen

Während die internationale Situation grosse Sorge bereitet, frage ich mich, welche Kultur wir in unseren Kirchen und Institutionen pflegen. Halten wir es aus, uns etwas sagen zu lassen? Pflegen wir in unserem Umfeld eine Atmosphäre, in der man unterschiedliche Perspektiven besprechen kann, ohne einander zu «verteufeln»?

Letztlich besteht die Frage darin, wie wir mit Komplexität und Verunsicherung umgehen. Wenn etwas zu komplex ist, versuchen wir, Dinge zu vereinfachen. Wenn wir verunsichert sind, versuchen wir, Sicherheit zu gewinnen. Das ist nur verständlich. Die Gefahr könnte dann aber sein, in unzulässiger Weise zu vereinfachen und in den vereinfachten Dingen Halt zu suchen.

Brücken zwischen Gruppen

Ich beobachte, dass die Brücken zwischen unterschiedlichen (Echo-)Gruppen, den so genannten «Bubbles», schmaler werden. Wir begnügen uns damit, uns innerhalb unserer Gruppe zu vergewissern, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Während meines Studiums begegneten mir immer wieder Aussagen von einzelnen Professoren, die von der «Opinio Communis» sprachen, der «vorherrschenden Meinung». Gemeint war damit: «Ich und alle ernstzunehmenden Theologen denken so. Wer das nicht tut, ist nicht ernst zu nehmen.»

Es fühlt sich warm und gemütlich an, wenn man sich zur «Opinio Communis» rechnet, und sehr unbehaglich, wenn man Fragen hat. Dabei sehen wir in der Rückschau, dass auch die grossen Wissenschaftler der Geschichte nur Teile der ganzen Wahrheit erkannten. Ich bin überzeugt, dass wir auch heute noch nicht ans Ende aller Erkenntnis gelangt sind, und schliesse mich dabei Paulus an, dass wir nur Teile des Ganzen erkennen. 5

Grössere Räume

Als Jesus mit seinen Jüngern umherzog, stellte er die Welt auf den Kopf: Er deckte blinde Flecken auf und kümmerte sich um die, die unter die Räder gekommen waren. Die «gute Nachricht» war anders als erwartet: Sie war ein Projekt, das zum Frieden führen sollte – zwischen Gott und Mensch, unter den Menschen und zwischen Mensch und Natur. Dort, wo Menschen sich darauf einliessen, dass Gott grösser ist, als das, was sie bisher wussten, öffneten sich neue Welten.

Ein Aufruf zur Demut

«Speaking Truth to Power» interpretiere ich als einen Aufruf zur Demut. «Truth» steht dabei für die Wahrheit, für eine Sichtweise oder Meinung. Diese Demut ist nicht nur für Regierungen und Führungspersonen, sondern grundsätzlich für unser gesellschaftliches Miteinander wichtig. Wenn ich weiss, dass ich nicht alles weiss, werde ich besser zuhören. Ich erweitere meine Möglichkeiten, Weisheit zu entdecken, wo ich sie nicht vermute. Das bedeutet nicht, dass ich keine Überzeugungen mehr habe. Ich vertrete mutig meine Meinung, bleibe mir aber bewusst, dass das, was ich als Überzeugung vertrete, nicht alles ist, was darüber gesagt werden kann.

Ich wünsche mir, dass wir insbesondere in unseren Kirchen eine Kultur prägen, in der Menschen demütig einander zuhören. Paulus schreibt: «… in Demut achte einer den andern höher als sich selbst» 6 . Das ist mit einiger Mühe verbunden, weil wir mit Unsicherheiten umgehen müssen. Letztlich ist das aber ein tiefer Ausdruck von Liebe. Und sei es sogar Feindesliebe. Dazu will uns die Liebe Gottes befähigen.


1. https://www.srf.ch/news/international/nach-kritik-des-papstes-trump-postet-ki-bild-von-sich-als-jesus-die-reaktionen. Zugriff am 15.04.2026.
2. https://www.foreignaffairs.com/podcasts/america-world-upheaval. Zugriff am 15.04.2026.
3. «Wahrheit» ist hier im Sinn von Erkenntnissen zu verstehen, die bei Analysen gewonnen wurden.
4. Ein Beispiel neben anderen ist die «Operation Condor» (vgl. https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-01/us-aussenpolitik-lateinamerika-kommunismus-drogen-diktatoren. Zugriff am 15.04.2026.)
5. 1. Korinther 13,12
6. Philipper 2,3

Dieser Artikel ist bereits bei Insist und im Bienenberg Magazin erschienen.
Foto von Mikhail Nilov, pexels

4. Juli 2026/0 Kommentare/von Marcus Weiand
https://christnet.ch/wp-content/uploads/2026/07/pexels-mikhail-nilov-8846007-scaled.jpg 1440 2560 Marcus Weiand https://christnet.ch/wp-content/uploads/2023/06/Logo-Christnet-2023-3240.svg Marcus Weiand2026-07-04 10:37:352026-07-04 10:39:10«Speaking Truth to Power» – Den Mächtigen die Wahrheit sagen

Thema der StopArmut-Konferenz 2026: «Arme Welt – Wie weiter?»

Entwicklung, Gerechtigkeit, Gesellschaft, Soziales, Theologie
Lesezeit / Temps de lecture ~ 5 min

Am 31. Oktober 2026 findet im Zwinglihaus in Basel die 17. StopArmut Konferenz statt. Unter dem Thema «Arme Welt – Wie weiter?» Wie globale Armut uns prägt und wir gemeinsam dagegen aufstehen können“ wollen wir uns Fragen der globalen Armutsbekämpfung annehmen. Im Jahr 2015 verabschiedeten 193 Staaten gemeinsam die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Im Zentrum steht SDG 1: Keine Armut, mit dem ambitionierten Ziel, Armut in all ihren Formen weltweit zu beenden – bis 2030. Heute stellt sich die Frage: Was ist aus diesem gemeinsamen Aufbruch gegen die Armut geworden? Was bedeutet es, in einer zunehmend komplexen und unsicheren Welt verantwortungsvoll zu handeln, für eine gerechtere Zukunft für alle?

Weiterlesen

18. Juni 2026/0 Kommentare/von Anja Eschbach
https://christnet.ch/wp-content/uploads/2026/06/StopArmut_Flyer-2026-271389293.jpg 953 1673 Anja Eschbach https://christnet.ch/wp-content/uploads/2023/06/Logo-Christnet-2023-3240.svg Anja Eschbach2026-06-18 16:33:312026-06-18 16:42:56Thema der StopArmut-Konferenz 2026: «Arme Welt – Wie weiter?»

SVP als Öko-Partei: Echt jetzt?

Gerechtigkeit, Gesellschaft, Nächstenliebe, Politik, Soziales, Theologie, Wirtschaft
Lesezeit / Temps de lecture ~ 6 min

Am 14. Juni stimmt die Schweiz über die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» bzw. über die Nachhaltigkeitsinitiative ab. Dass diese alles andere als zukunftsfähig ist, sondern einfach Probleme bewirtschaftet, zeigt der folgende Artikel.

Verkehrschaos, Kulturlandverlust, gar Klimaerwärmung – die SVP klingt neuerdings «wie ein radikaler Öko-Verband», wie die NZZ am Sonntag feststellt.1 Sogar der alte SVP-Haudegen Christoph Mörgeli entdeckt seine öko-romantische Seite: «Die Natur, die Landschaft, und das, was wir Heimat nennen, leiden …» Und: «Wenn ein überbauter Boden seine Durchlässigkeit verliert, trägt das zu Klimaerwärmung ebenso bei wie zum Verlust der Artenvielfalt (…).»2 Dabei kämpft die Partei ebenfalls verbissen gegen das wohl griffigste Instrument gegen die Zersiedelung des Landes und den Erhalt von schützenswerter Natur, nämlich das Raumplanungsgesetz. Das revidierte Gesetz wurde zwar letztlich von allen Parteien gutgeheissen und ist erst dieses Jahr in Kraft getreten, doch die Verordnung zur Umsetzung wird von der SVP mit einer Unzahl von Einwänden bekämpft.

Egal ob Greenwashing oder ein anderes Framing: Letztlich ist auch die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» eine Anti-Asyl-Initiative, das geben die SVPler sogar zu.3 Sie verfolgt also das gleiche Ziel wie die Masseneinwanderungsinitiative, die Ausschaffungsinitiative und die Durchsetzungsinitiative – und wie schon die extreme Überfremdungsinitiative, 1968 noch von der Nationalen Aktion unter James Schwarzenbach eingereicht.

Es ist unbestritten, dass das starke Bevölkerungswachstum der Schweiz – 75 % davon aus den EU- und EFTA-Staaten – Probleme verursacht. Erschwingliche Wohnungen sind mancherorts kaum zu finden, fünf Tage Pendeln ist kein Zuckerschlecken. Aber weder sind die Asylsuchenden die Ursache dafür – oder nur zu einem ganz kleinen Teil – noch ist es die Lösung, den Asylbereich erneut ins Kreuzfeuer zu nehmen.

Der Kontext

Bevölkerungswachstum

Die Schweiz ist in den letzten Jahren viel stärker gewachsen als etwa Deutschland. Das stimmt! Vor allem die Zuwanderung aus der EU war hoch: Kein anderes europäisches Land – abgesehen von den Kleinstaaten Malta, Luxemburg und Island – verzeichnete im Verhältnis einen so starken Zuwachs aus der EU. Jedoch gibt es grosse regionale Unterschiede. Gewachsen sind vor allem die Agglomerationen, die Städte selbst nur leicht, während in Berggebieten eine Abwanderung stattfindet. Ein Teil des Wachstums im Mittelland ist auch auf Binnenmigration etwa aus den Kantonen Graubünden und Tessin zurückzuführen.4 Überdies befindet sich die Schweiz auf einer europäischen «Wachstumsinsel», wie der Demograf Matthias Lerch sagt.5 Eigentlich ist es mehr als eine Insel: Ein riesiges Gebiet mit wirtschaftlich dynamischen Zentren, das von London über die Benelux-Staaten und das deutsche Rheinland, Süddeutschland und die Schweiz bis Norditalien reicht, auch bekannt unter dem Begriff «blaue Banane».6 Die Prognose des Bundesamtes für Statistik erwartet, dass im normalen Szenario – und ohne die Massnahmen der Initiative – die Bevölkerung 2055 10,5 Mio. erreicht, beim tiefen Szenario beginnt die Zahl nach einem Höchststand von 9,3 Mio. ab 2043 wieder leicht zu sinken und nur beim «hohen Szenario» werden 2055 11,5 Mio. erreicht.7

Reale Probleme ohne nachhaltige Lösungen

Die SVP spricht einige real existierende Probleme der Zuwanderung an. Doch die Initiative ist kein nachhaltiger Lösungsweg. Wäre sie eine Matheprüfung, müsste man sie wohl mit einer Drei bewerten: Überhastet geschrieben und weitgehend ohne innere Logik. Nehmen wir nur den Asylbereich: Vielleicht würde es mit einigen unethischen Kniffen gelingen, die Asylgesuche zu reduzieren und vorläufig Aufgenommene aus dem Land zu werfen. Sollte das «hohe Szenario» eintreffen, wird das aber bei weitem nicht ausreichen. Die Kündigung des Freizügigkeitsabkommens wird unumgänglich sein. Damit wird die Schweiz auch aus dem Schengen/Dublin-System mit der EU-weiten Datenbank zur Identifikation ausgeschlossen werden. Zu erwarten ist ab diesem Zeitpunkt ein starker Anstieg der Asylgesuche bei gleichzeitigem «Exodus» von EU-Bürgerinnen. Warum?

Blick nach Grossbritannien

Nachdem die Britischen Inseln im Zuge des Brexits die Verträge mit der EU gekündigt hatten, bekamen vor allem die nicht-wohlhabenden Bevölkerungsschichten wirtschaftliche Probleme. Ladendiebstähle aus Not häuften sich. Die Migration nahm nicht ab, sondern im Gegenteil stark zu. Und sie verschob sich: Während viele EU-Bürger die Insel aufgrund der durch den Brexit verursachten Unsicherheiten verliessen, kamen mehr Menschen von ausserhalb Europas, aus Indien, Pakistan oder Nigeria, und deutlich mehr Asylsuchende, mit einem Rekord von 104’000 Asylanträgen im Jahr 2024.8 Während es vor 2018 kaum Anlandungen über den Ärmelkanal in kleinen Booten gab, nutzten diesen Weg zwischen 2018 und 2025 193’000 Personen plus Dunkelziffer.9 Davon profitiert heute wiederum der Rechtspopulist Nigel Farage, der der Brexit-Kampagne mit vollmundigen Versprechungen zum Sieg verholfen hatte. Warum sollte es der Schweiz anders ergehen, zumal sie an vier EU-Länder grenzt?

Demographische Verschiebung

Die Menschen werden immer älter, gleichzeitig werden immer weniger Kinder geboren. Dieser Trend ist in ganz Europa zu beobachten und kaum umkehrbar. Damit steigt der finanzielle Druck auf die junge arbeitende Bevölkerung in Form von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Gleichzeitig wären die arbeitskräfteintensiven Branchen Alterspflege und das Gesundheitswesen allgemein mit tiefer Zuwanderung kaum noch funktionsfähig. Stand heute wurden 40 % der Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz und 25 % des Pflegepersonals im Ausland ausgebildet – auch keine faire Situation.10

Des Pudels Kern der Initiative

1970 hielt James Schwarzenbach in Sempach, dem Ort der legendären Schlacht von 1386, eine Rede: Nicht mehr Habsburger Ritter, sondern fremde Arbeiter seien es nun, die den knappen Raum der Schweiz bedrängten.11 Der Sohn eines reichen Textilfabrikanten, Bewunderer von Franco und Mussolini12 und Nationalrat der Nationalen Aktion war das Gesicht der Überfremdungsinitiative gewesen und hatte die Abstimmung kurz vor seiner Rede in Sempach nur knapp verloren. Er verstand es, die Leute zu spalten und ihre Emotionen zu wecken mit «wir gegen sie» und «wir gegen die da oben».

«Bevölkerungspolitik hierarchisiert Leben, stellt sie in eine Rangfolge. Das der hiesigen Menschen über das der Fremden, das der heutigen über das der ungeborenen, das der Reichen über das der Armen», schreibt Matthias Daum in der «Zeit».13 Mir scheint, hier liegt des Pudels ethischer Kern.

Denn genau dies wollen uns Rechtspopulisten die ganze Zeit glauben machen: Ausländer, vor allem «Asylmigranten», sind anders.

Denn genau dies wollen uns Rechtspopulisten die ganze Zeit glauben machen: Ausländer, vor allem «Asylmigranten», sind anders. Sie seien kulturell inkompatibel mit der Schweiz, eine Belastung für die Gesellschaft, viel krimineller und daher eine Gefahr für uns alle. Fazit: Wir müssten ihre Zahl begrenzen und sie rechtlich so stark von den «richtigen» Schweizern abgrenzen, wie es nur geht. Von dort ist es dann nur noch ein kurzer Weg bis zur Entmenschlichungsrhetorik des Faschismus, die Begriffe wie «Virus», «Ungeziefer» oder «artfremdes Gewächs» im Zusammenhang mit Migration salonfähig macht.14 Vielmehr sind aber Immigrantinnen und Immigranten Arbeitnehmende – so sie denn dürfen –, die ihren Arbeitgeber zufriedenstellen wollen; Mütter und Väter, die sich wünschen, dass ihre Kinder unbeschwert und mit guter Schulbildung aufwachsen; Menschen mit Ängsten und Träumen – wie wir alle. Erstaunlicherweise setzt eine sehr alte Ethik, nämlich die der jüdischen Thora, die fünf Bücher Mose in der Bibel, hier an. Wiederholt werden die Israeliten angehalten, die Ausländer gleich zu behandeln wie das eigene Volk.15 Sie sollten nicht ausgebeutet werden und durften z.B. in den Genuss der Sabbatruhe kommen – wie alle Israeliten. Die Israeliten sollten sie sogar lieben.16 Die Begründung dafür ist sehr interessant – gleiche Erfahrungen führen zu Empathie und Gleichbehandlung: «Beutet die Fremden nicht aus, die bei euch leben. Ihr wisst doch, wie es einem Fremden zumute ist, weil ihr selbst in Ägypten als Fremde gelebt habt.»17 Ob das nicht auch für die Schweiz gilt – heute ein Einwanderungsland, aber bis weit ins 19. Jahrhundert hinein ein Land der Emigration aus wirtschaftlichen Gründen?

Vor diesem Hintergrund ist es schwierig, als Christ bzw. Christin hinter dieser Initiative zu stehen, die Asylsuchenden und anerkannten Flüchtlingen den Familiennachzug verwehren will18 und vorläufig Aufgenommenen jede Perspektive raubt.

Dass Ausländer mit kurzfristigen Arbeitsverträgen von der Deckelung ausgenommen und daher für Arbeitgeber attraktiv sind, lässt eine Rückkehr zum Saisonnier-Statut befürchten. Die Schweiz profitierte bis 2002 von den südeuropäischen Saisonniers – eine «fundamentale Unmenschlichkeit. Man wollte die Arbeit, nicht die Menschen. Die Hände, nicht die Seelen. Die Produktivität, nicht die Gemeinschaft.»19

Wenn nicht dies, was dann?

Wie können wir die negativen Folgen der Zuwanderung lindern, vielleicht auch die Zahl der Zuwanderer selbst abschwächen, ohne zu den problematischen Holzhammermethoden der «Nachhaltigkeitsinitiative» zu greifen?

Das ist wohl die schwierigste Frage. Ich bin kein Spezialist in Immobilienmarkt, Raumplanung oder dem Vertragswerk mit der EU. Aber mir scheint, da müsste es doch bestehende Instrumente geben, die uns dabei helfen, die Probleme menschenwürdiger zu lösen. Etwa das revidierte Raumplanungsgesetz, eine intelligente und koordinierte Planung des Infrastrukturausbaus, allenfalls die Schutzklausel des Freizügigkeitsabkommens, verbesserte Arbeitsmarktintegration von älteren Arbeitnehmenden, Langzeitarbeitslosen und Menschen aus dem Asylbereich. Das wäre doch eine lohnenswerte Challenge für all die Arbeitsgruppen und Think Tanks, die sich in der Schweiz betätigen!


1. „Märchenstunde im Heidiland“, NZZ am Sonntag vom 29.03.2026

2. „Massenzuwanderung heisst Wohlstandsverlust“, Die Weltwoche, 09.04.2026

3. So sagt Thomas Matter, das FZA sei «ein Druckmittel, damit sich wirklich etwas ändert.» Die Initiative ziele primär auf die Sozialmigration.

4. „Die Schweiz wächst stärker als Europa“. Tagesanzeiger, 28.04.2026

5. «Die Schweiz, die die Initianten im Kopf haben, gibt es nicht mehr». Watson.ch, 19.04.2026
 https://www.watson.ch/wissen/wirtschaft/469181907-initiative-zur-10-millionen-schweiz-so-entwickelt-sich-die-bevoelkerung

6. Folgende Karte zeigt gut, dass das Schweizer Mittelland bei weitem nicht der einzige dicht besiedelt Grossraum in Westeuropa ist: https://human-settlement.emergency.copernicus.eu/visualisation.php#lnlt=@50.40152,7.12353,6z&v=301&ln=0&gr=ds&lv=10000000000000000000000000000000000000011111&lo=aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa&pg=V (12.05.2026)

7. https://bevoelkerungsszenarien.bfs.admin.ch/ (12.05.2026)

8. «Nach dem Brexit verlor Grossbritannien die Kontrolle über die Migration.» Tagesanzeiger, 30.03.2026

9. Asylum statistics. https://commonslibrary.parliament.uk/research-briefings/sn01403/ (12.05.2026).

10. „Europa und die Schweiz ist abhängig von der Migration“; Watson.ch, 18.04.2026

11. «Als Bewegungsfreiheit zur Ausnahme wurde.» https://www.infosperber.ch/gesellschaft/migration/wie-viele-menschen-duerfen-kommen/ (11.05.2026)

12. «Die Schwarzenbach-Initiative» in: Eidg. Migrationskommission: «Diskurse über das Fremde», 2020

13. «Ist da noch Platz?» Zeit Nr. 18/2026 vom 03.05.2026

14. So bezeichnete James Schwarzenbach die «Fremdarbeiter» 1971 in einer Publikation. «Die Schwarzenbach-Initiative» in: Eidg. Migrationskommission: «Diskurse über das Fremde», 2020

15. 2Mo 12,49; 4Mo 15,15-16

16. 5Mo 10,19; 3Mo 19,34

17. 2Mo 23,9

18. Europäische Menschenrechtskonvention, https://www.coe.int/de/web/impact-convention-human-rights/right-to-family-life; 
UN-Kinderrechtskonvention, https://www.unicef.ch/de/wer-wir-sind/kinderrechtskonvention; Genfer Flüchtlingskonvention

19. «Ist da noch Platz?» Zeit Nr. 18/2026 vom 03.05.2026

22. Mai 2026/0 Kommentare/von Martin Züllig
https://christnet.ch/wp-content/uploads/2026/05/1298301293.jpg 956 1700 Martin Züllig https://christnet.ch/wp-content/uploads/2023/06/Logo-Christnet-2023-3240.svg Martin Züllig2026-05-22 12:09:322026-05-22 14:56:24SVP als Öko-Partei: Echt jetzt?

Nein zur Schwächung des Zivildienstes

Gerechtigkeit, Gesellschaft, Gesundheit, Politik, Soziales, Wirtschaft
Lesezeit / Temps de lecture ~ 2 min

Am 14. Juni 2026 stimmen wir über eine Änderung des Zivildienstgesetzes ab. Die bürgerlichen Parteien haben eine Gesetzesänderung genehmigt, die den Zivildienst schwächen will. Gegen diese ist nun das Referendum ergriffen worden.

Der Zivildienst ist ein Erfolgsmodell. Nach langem Kampf erst 1996 eingeführt, gab er tausenden von jungen Männern die Möglichkeit, einen zivilen Dienst an der Gemeinschaft statt Militärdienst zu leisten. Zudem gibt er zahlreichen Einsatzbetrieben die Möglichkeit, notwendige Leistungen erbringen zu können.

EVP, Grüne, SP und glp lehnen die Revision ab, über die das Schweizer Volk am 14. Juni abstimmt. Verschiedenste Organisationen wie der Zivildienstverband CIVIVA waren massgeblich bei der Unterschriftensammlung für das Referendum dabei.

Die Gesetzesänderung umfasst sechs Massnahmen:

  • Mindestzahl von 150 Diensttagen, auch nach Absolvierung eines Teils des Militärdienstes.
  • Faktor 1,5 Zivildiensttage pro Militärdiensttag gilt auch für Unteroffiziere und Offiziere.
  • Keine Einsätze, die ein Human-, Zahn- oder Veterinärmedizinstudium erfordern.
  • Keine Zulassung von Armeeangehörigen mit 0 Restdiensttagen. Es ist also keine Umgehung der Schiesspflicht mehr möglich.
  • Jährliche Einsatzpflicht ab Zulassung, womit der Dienstleistungsrhythmus demjenigen von Militär- und Zivildienst angeglichen wird.
  • Pflicht, den langen Einsatz spätestens im Kalenderjahr nach der rechtskräftigen Zulassung abzuschliessen, wenn das Gesuch während der RS gestellt wurde. In der bisherigen Gesetzgebung konnte er auch später erfolgen.

Diese Massnahmen haben unterschiedliche Auswirkungen, doch in der Gesamtheit sind sie einschneidend. Bundesrat und Parlamentsmehrheit rechnen damit, dass es mit diesen Massnahmen 40 Prozent weniger Zivildiensttage geben wird. Sollte dieses Ziel nur annähernd erreicht werden, wäre damit auch der Armee selbst nicht gedient. Vielmehr würde das Risiko bestehen, dass viele auf den „blauen Weg“ ausweichen würden. Die Rechnung des Bundes wird also nicht aufgehen.

Entscheidend ist allerdings, dass es heute und in Zukunft mehr als genügend Armeeangehörige gibt und geben wird. Die Zahlen des Bundes zeigen dies klar auf. Der Effektivbestand der Armee ist bei rund 146‘700, während der Bestand, der gesetzlich festgelegt ist, bei 140‘000 liegt. Somit kann die Gesetzesrevision nur so verstanden werden, dass man die Bedingungen für den Zivildienst bewusst verschlechtern will.

Unser Land braucht eine Armee, sie braucht einen Zivilschutz für Männer, die militärdienstuntauglich sind, aber ganz besonders auch einen Zivildienst, der den betroffenen jungen Männern dient und den Einsatzbetrieben vor allem im Sozial- und Gesundheitswesen, im Umweltbereich, im Schulbereich die nötige personelle Unterstützung bringt.

Die heutige Lösung ist gut. Das Gewissen lässt sich nach wie vor nicht ernsthaft prüfen. Wer einen im Vergleich zum Militärdienst um 50 Prozent längeren Zivildienst leistet, belegt dass die Motivation für den Zivildienst ernsthaft ist.

19. Mai 2026/0 Kommentare/von Heiner Studer
https://christnet.ch/wp-content/uploads/2026/05/zivildienst_pexels_293819023_DE.jpg 956 1700 Heiner Studer https://christnet.ch/wp-content/uploads/2023/06/Logo-Christnet-2023-3240.svg Heiner Studer2026-05-19 12:02:282026-05-19 12:05:35Nein zur Schwächung des Zivildienstes

Glaube, Liebe, Hoffnung – Von alten Tugenden und neuen Krisen

Dossier: Christliche Werte – gesunde Demokratie?, Dossiers, Gesellschaft, Politik, Soziales, Theologie
Lesezeit / Temps de lecture ~ 12 min

Seit Ausbruch des Ukraine-Krieges ist klar: Die Brandherde in dieser Welt sind nicht gelöscht, sondern neu aufgeflammt, und stürzen uns von einer Krise in die nächste. Was ist die Aufgabe der Christinnen und Christen darin? Und: wo bleibt die Hoffnung in dieser Situation?

Weiterlesen

15. Mai 2026/1 Kommentar/von Prof. Dr. Christine Schliesser
https://christnet.ch/wp-content/uploads/2026/05/pexels-cottonbro-7243778-scaled.jpg 1440 2560 Prof. Dr. Christine Schliesser https://christnet.ch/wp-content/uploads/2023/06/Logo-Christnet-2023-3240.svg Prof. Dr. Christine Schliesser2026-05-15 12:03:552026-05-15 12:19:55Glaube, Liebe, Hoffnung – Von alten Tugenden und neuen Krisen

Demokratie erfordert «Liebe zum Gegner»

Dossier: Christliche Werte – gesunde Demokratie?, Dossiers, Entwicklung, Gerechtigkeit, Gesellschaft, Soziales, Theologie
Lesezeit / Temps de lecture ~ 4 min

Die Demokratie ist keine Selbstläuferin. Sie ist ein Garten, der tägliche Pflege benötigt. Dies war das Fazit der Forumsveranstaltung «Demokratie unter Druck – was heisst das für Christinnen und Christen?» vom 2. Mai, die ChristNet zusammen mit der HF TDS, dem Bienenberg, der Evangelischen Allianz (SEA), der Insist Consulting und der VBG in Aarau durchführte.

Weiterlesen

4. Mai 2026/0 Kommentare/von Roman Sohrmann
https://christnet.ch/wp-content/uploads/2026/05/024-IMG_4438-KnutBurmeister-scaled.jpg 1707 2560 Roman Sohrmann https://christnet.ch/wp-content/uploads/2023/06/Logo-Christnet-2023-3240.svg Roman Sohrmann2026-05-04 12:34:522026-05-04 17:56:03Demokratie erfordert «Liebe zum Gegner»
Seite 1 von 14123›»

Seiten

  • 25 Jahre ChristNet
  • 404
  • Anmeldung Forum 2024 DE
  • AutorIn werden bei ChristNet
  • beim-namen-nennen-petition-2024
  • Dossier: «Christliche Werte – gesunde Demokratie?»
  • Dossier: «Informationsmacht»
  • Dossiers
  • Forumsveranstaltung
  • Impressum
  • Kontakt
  • Menschen
  • Mitwirken
  • Nächstenliebe, fundiert und engagiert.
  • News
  • signature
  • Spenden
  • Über uns

Kategorien

  • Dossier: Christliche Werte – gesunde Demokratie?
  • Dossier: Informationsmacht
  • Dossiers
  • Entwicklung
  • Gerechtigkeit
  • Gesellschaft
  • Gesundheit
  • In eigener Sache
  • Nächstenliebe
  • Nationalismus
  • News-CH
  • Philosophie
  • Podcasts
  • Politik
  • Soziales
  • Technologie
  • Theologie
  • Umwelt
  • Wirtschaft

Archiv

  • August 2026
  • Juli 2026
  • Juni 2026
  • Mai 2026
  • April 2026
  • März 2026
  • Februar 2026
  • Januar 2026
  • Dezember 2025
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025
  • Juni 2025
  • Mai 2025
  • April 2025
  • März 2025
  • Februar 2025
  • Januar 2025
  • Dezember 2024
  • November 2024
  • Oktober 2024
  • September 2024
  • August 2024
  • Juli 2024
  • Juni 2024
  • Mai 2024
  • April 2024
  • März 2024
  • Februar 2024
  • Januar 2024
  • Dezember 2023
  • November 2023
  • Oktober 2023
  • September 2023
  • August 2023
  • Juni 2023
  • Mai 2023
  • April 2023
  • März 2023
  • Februar 2023
  • Januar 2023
  • Dezember 2022
  • November 2022
  • Oktober 2022
  • September 2022
  • August 2022
  • Mai 2022
  • Januar 2022
  • November 2021
  • September 2021
  • Juli 2021
  • Juni 2021
  • Mai 2021
  • April 2021
  • März 2021
  • Januar 2021
  • November 2020
  • Oktober 2020
  • September 2020
  • Juli 2020
  • Juni 2020
  • Mai 2020
  • Januar 2020
  • Oktober 2019
  • Mai 2019
  • April 2019
  • März 2019
  • Dezember 2018
  • August 2018
  • Juni 2018
  • April 2018
  • November 2017
  • September 2017
  • April 2017
  • Februar 2017
  • Oktober 2016
  • August 2016
  • Juli 2016
  • Juni 2016
  • Mai 2016
  • April 2016
  • März 2016
  • Februar 2016
  • November 2015
  • Oktober 2015
  • September 2015
  • Juli 2015
  • April 2015
  • März 2015
  • Februar 2015
  • Dezember 2014
  • November 2014
  • September 2013
  • Mai 2013
  • Februar 2013
  • November 2012
  • September 2012
  • Juni 2012
  • Mai 2012
  • März 2012
  • Dezember 2011
  • November 2011
  • Oktober 2011
  • September 2011
  • Februar 2011
  • November 2010
  • Oktober 2010
  • Mai 2010
  • April 2010
  • Februar 2010
  • Dezember 2009
  • November 2009
  • Juni 2009
  • November 2008
  • Mai 2008
  • März 2008
  • Oktober 2007
  • September 2007
  • Mai 2007
  • April 2007
  • Februar 2007
  • Januar 2007
  • Dezember 2006
  • Oktober 2006
  • Juni 2006
  • Februar 2006
  • Januar 2006
  • Dezember 2005
  • Oktober 2005
  • September 2005
  • Juli 2005
  • April 2005
  • März 2005
  • Januar 2005
  • Dezember 2004
  • November 2004
  • Juli 2004
  • April 2004
  • Februar 2003
  • Januar 2003
  • Juli 2002
  • Juni 2002
  • April 2002
  • März 2002
  • Januar 2002
  • Januar 2001

Kontakt
Trägerverein ChristNet
3000 Bern

info@christnet.ch

CH61 0900 0000 3072 3995 2

Impressum

Spenden
ChristNet wird grösstenteils über deine Einzelspenden finanziert. Falls Du uns unterstützen möchtest, klicke hier.

Newsletter
Angesprochen? Wenn Dich unsere Vision anspricht, kannst du regelmässig unsere Infos und Einladungen erhalten. Jetzt Newsletter abonnieren

Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen

Ich bin damit einverstanden, dass Christnet Tracking-Technologien von Drittanbietern verwendet, um personenbezogene Daten zu verarbeiten, ein Benutzerprofil zu erstellen und mir interessenbezogene Werbung anzuzeigen. Ich kann meine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen (unten links auf das Schloss klicken). Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung.

J'accepte que Christnet utilise des technologies de suivi de tiers pour traiter des données personnelles, créer un profil d'utilisateur et m'afficher des publicités basées sur mes centres d'intérêt. Je peux révoquer mon consentement à tout moment avec effet pour l'avenir (cliquer sur le cadenas en bas à gauche). Vous trouverez ici notre déclaration de protection des données.

Verweigern/RefuserAkzeptieren/AccepterCookie-Einstellungen/Paramètres des cookies

Cookie- und Privatsphäreeinstellungen/Paramètres de cookies et de confidentialité



Wie wir Cookies verwenden/Comment nous utilisons les cookies

Wir können Cookies anfordern, die auf Ihrem Gerät eingestellt werden. Wir verwenden Cookies, um uns mitzuteilen, wenn Sie unsere Websites besuchen, wie Sie mit uns interagieren, Ihre Nutzererfahrung verbessern und Ihre Beziehung zu unserer Website anpassen.

Klicken Sie auf die verschiedenen Kategorienüberschriften, um mehr zu erfahren. Sie können auch einige Ihrer Einstellungen ändern. Beachten Sie, dass das Blockieren einiger Arten von Cookies Auswirkungen auf Ihre Erfahrung auf unseren Websites und auf die Dienste haben kann, die wir anbieten können.

Nous pouvons demander des cookies qui sont configurés sur votre appareil. Nous utilisons des cookies pour nous dire quand vous visitez nos sites web, comment vous interagissez avec nous, pour améliorer votre expérience d'utilisateur et pour personnaliser votre relation avec notre site web.

Cliquez sur les différents titres de catégories pour en savoir plus. Vous pouvez également modifier certains de vos paramètres. Notez que le blocage de certains types de cookies peut avoir un impact sur votre expérience sur nos sites web et sur les services que nous pouvons offrir.

Wichtige Website Cookies/Cookies importants du site web

Diese Cookies sind unbedingt erforderlich, um Ihnen die auf unserer Website verfügbaren Dienste zur Verfügung zu stellen und einige ihrer Funktionen zu nutzen.

Da diese Cookies zur Bereitstellung der Website unbedingt erforderlich sind, können Sie sie nicht ablehnen, ohne die Funktionsweise unserer Website zu beeinträchtigen. Sie können sie blockieren oder löschen, indem Sie Ihre Browsereinstellungen ändern und das Blockieren aller Cookies auf dieser Website erzwingen.

Ces cookies sont strictement nécessaires pour vous fournir les services disponibles sur notre site et pour utiliser certaines de ses fonctionnalités.

Ces cookies étant strictement nécessaires à la fourniture du site, vous ne pouvez pas les refuser sans affecter le fonctionnement de notre site. Vous pouvez les bloquer ou les supprimer en modifiant les paramètres de votre navigateur et en forçant le blocage de tous les cookies sur ce site.

Google Analytics Cookies/Cookies Google Analytics

Diese Cookies sammeln Informationen, die entweder in aggregierter Form verwendet werden, um zu verstehen, wie unsere Website genutzt wird oder wie effektiv unsere Marketingkampagnen sind, oder um uns zu helfen, unsere Website und Anwendung für Sie anzupassen, um Ihre Erfahrung zu verbessern.

Wenn Sie nicht möchten, dass wir Ihren Besuch auf unserer Website verfolgen, können Sie das Tracking in Ihrem Browser hier deaktivieren:

Ces cookies collectent des informations qui sont utilisées soit sous forme agrégée pour comprendre comment notre site web est utilisé ou quelle est l'efficacité de nos campagnes de marketing, soit pour nous aider à personnaliser notre site web et notre application pour vous afin d'améliorer votre expérience.

Si vous ne souhaitez pas que nous suivions votre visite sur notre site, vous pouvez désactiver le tracking dans votre navigateur ici :

Andere externe Dienste/Autres services externes

Wir verwenden auch verschiedene externe Dienste wie Google Webfonts, Google Maps und externe Videoanbieter. Da diese Anbieter möglicherweise personenbezogene Daten wie Ihre IP-Adresse sammeln, können Sie diese hier blockieren. Bitte beachten Sie, dass dies die Funktionalität und das Erscheinungsbild unserer Website stark beeinträchtigen kann. Änderungen werden wirksam, sobald Sie die Seite neu laden.

Google Webfont-Einstellungen:

Google Karteneinstellungen:

Vimeo und Youtube Video bettet ein:

Nous utilisons également différents services externes tels que Google Webfonts, Google Maps et des fournisseurs de vidéos externes. Comme ces fournisseurs peuvent collecter des données personnelles telles que votre adresse IP, vous pouvez les bloquer ici. Veuillez noter que cela peut fortement affecter la fonctionnalité et l'apparence de notre site web.

Les modifications prennent effet dès que vous rechargez la page.

Paramètres de Google Webfont :

Paramètres de la carte Google :

Vimeo et Youtube Vidéo intégrée :

Datenschutz-Bestimmungen/Dispositions relatives à la protection des données

Sie können unsere Cookies und Datenschutzeinstellungen im Detail auf unserer Datenschutzrichtlinie nachlesen.

Podcast: Wie Social Media unsere Meinung lenkt

Vous pouvez consulter nos cookies et nos paramètres de confidentialité en détail sur notre politique de confidentialité.

Podcast: Wie Social Media unsere Meinung lenkt
Einstellungen übernehmen/Appliquer les paramètres
Nachrichtenleiste öffnen Nachrichtenleiste öffnen Nachrichtenleiste öffnen