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Es gibt kaum mehr seriöse Wissenschafter die daran zweifeln: Die Erde erwärmt sich immer mehr. Massive Klimaveränderungen und grosse Schäden müssen erwartet werden. Dies führt zu Hunger, Migrationsströmen und zahlreichen Toten. Wir können nicht mehr sagen, wir wüssten es nicht. Matthäus 25 erinnert uns daran, was Gott wichtig ist: Gutes tun und Schlechtes lassen. Und nicht Gutes lassen, obwohl es uns gesagt worden ist.

Wie wollen wir unseren Kindern in 20 Jahren erklären, warum wir gegen den Klimaschutz gestimmt haben? Werden sie uns glauben, wenn wir sagen, wir konnten es uns nicht leisten? Und was, wenn sie realisieren, dass wir eigentlich die Kosten auf sie, unsere Kinder, abgewälzt haben?

Dabei ist das Gesetz ja gerade so ausgestaltet, dass diejenigen, die nicht zur Erwärmung beitragen, nichts bezahlen müssen. Wir haben also gar die Wahl. Oder ist es letztendlich so, dass wir unsere schädliche Lebensweise einfach nicht ändern wollen?
Die Jugendlichen waren in der Coronakrise solidarisch mit den älteren, gefährdeten Menschen. Jetzt können wir sie nicht einfach im Regen stehen lassen, wenn es um ihre Zukunft geht!

Argumente

Die Erde erwärmt sich – der Anstieg der CO2-Konzentration ist der Hauptfaktor

Es gibt kaum mehr wissenschaftlich haltbare Gegenargumente. Nun sagt sogar die Internationale Energieagentur, die bisher aufs Öl gesetzt hat, dass eine radikale Umkehr nötig ist: Keine neuen Ölfelder mehr erschliessen, massive Investitionen in alternative Energien.

Gottes Schöpfung bewahren

Gott hat die Erde geschaffen und am Schluss gesagt, es sei gut so! Was würden wir sagen, wenn wir ein schönes Kunstwerk schaffen und jemand anderes es verunstaltet oder zerstört? Wir wären betrübt! Was tun wir mit Gottes Schöpfung, einem fantastischen Kunstwerk? Ehren wir den Schöpfer, wenn wir sein Werk mit Füssen treten?

Die Lebensgrundlagen der Nächsten bewahren

Das höchste Gebot ist die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten. Die Klimaerwärmung bringt aber Milliarden unserer Nächsten in schwere Bedrängnis: Wenn tiefliegende, fruchtbare Ebenen überschwemmt, Naturkatastrophen ganze Landstriche zerstören und noch mehr Gebiete zu Wüsten werden ist Leben für sie dort nicht mehr möglich. Deshalb ist Klimaschutz gelebte Nächstenliebe.

Die Schäden sind bereits gross, und sie werden riesig sein

Bereits heute gehen die Schäden durch die Klimaerwärmung in die Milliarden. Das Umweltbundesamt rechnet bereits heute mit jährlichen Schäden alleine in Europa von 20 Milliarden Euro. In Zukunft sind eine Verschiebung der Klimazonen, noch mehr Dürren, Hungersnöte und damit grosse Migrationsströme zu erwarten. Damit steigen die Kosten in Europa in dreissig Jahren auf jährlich über 100 Milliarden Euro. Weltweit werden also jährlich über eine Billion Euro Schäden zu gewärtigen sein. Wer kann das bezahlen?

Ist das CO2-Gesetz zu teuer? Können es uns nicht leisten?

Mit dem CO2-Gesetz bezahlt die durchschnittliche Familie pro Jahr tatsächlich kaum mehr als 100 Franken zusätzlich. Jeder kann seine Nettokosten hier genau berechnen: https://co2-rechner.jglp.ch/. Teuer wird das Gesetz tatsächlich nur für die grössten CO2-Prodzenten (von den Gegnern des Gesetzes werden leider nur deren Kosten als die normalen Kosten dargestellt…).
Die meisten können aber ihren Konsum von fossilen Brennstoffen zurückschrauben, wenn sie wollen: Flugreisen sind meist nicht zwingend, früher sind wir auch ohne Flugzeug in die Ferien gegangen. Und für viele wäre der Gebrauch des ÖV oder zumindest der Verzicht auf einen SUV zumutbar. Die meisten von uns haben also gar die Wahl, ob sie zahlen oder weniger verbrauchen wollen.

Anbetracht der riesigen Schäden durch die Klimaveränderungen ist es klar, dass wir bereit sein müssen, diese Schäden zu verhindern oder aber dafür aufzukommen.

Ungerecht?

Die weltweiten Kosten für die Klimaerwärmung gehen schon heute in die Billionen. Jeder, der CO2 produziert ist mitverantwortlich und muss deshalb auch für die Schäden aufkommen. Was ist ungerecht daran? Gibt es eine gerechtere Variante als dass die Verursacher auch die Schäden berappen?

Ineffizient? Aber was sonst?

Effizienter als Lenkungsabgaben sind nur Verbote. Aber die Kreise, die gegen das CO2-Gesetz sind, wenden sich üblicherweise stark gegen Verbote. Gegner verweisen auch darauf, dass man lieber auf den technischen Fortschritt setzen solle. Doch das haben wir ja auch schon jetzt, und beim aktuellen Tempo des Fortschritts erreichen wir die nötigen Ziele bei weitem nicht. Und der technische Fortschritt kommt nicht zufällig, sondern durch die Nachfrage nach energieeffizienteren Produkten. Und diese zusätzlich nötige Nachfrage wird über die Verteuerung der fossilen Brennstoffe erreicht. Einfach darauf zu warten heisst, den Kopf in den Sand zu stecken.

Freiwilligkeit – genügt nicht und ist auch rechtlich nicht haltbar

Bisher haben wir auf Freiwilligkeit gesetzt. Der Nachweis, dass dies nicht genügt ist längst erbracht: Der CO2-Ausstoss nimmt kaum ab, und ein guter Teil der Verbesserung ist der Verlagerung der Industrieproduktion ins Ausland geschuldet.
Wenn Vandalen ein Auto beschädigen, fänden wir es akzeptabel, wenn die Polizei den Täter einfach bittet, vielleicht etwas an den Schaden zu zahlen, falls er mag? Dies widerspricht jeglichem Rechtsverständnis. Die Abgeltung eines zugefügten Schadens darf nicht freiwillig sein. Warum sollen nur die einen zahlen resp. sich zurückhalten, und andere nicht.

Es nützt nichts, wenn die Schweiz alleine vorangeht

Doch, es nützt: Jede Tonne CO2, die eingespart wird, hilft! Würden wir dasselbe auch in anderen, persönlichen Bereichen sagen, z.B. Abfalltrennung, Umsteigen auf den ÖV, Wasserverbrauch, etc? Sollen wir uns nur noch egoistisch verhalten, weil der Beitrag jedes Einzelnen so klein ist? Nein, wir haben alle Mitverantwortung; Gott verlangt von uns, zu tun, was richtig ist, nicht nur dann, wenn andere auch tun!

Zudem bewegen sich andere Länder viel schneller als wir: Die USA unter Joe Biden ist inzwischen ambitionierter als die Schweiz, auch die EU strebt Klimaneutralität bis 2055 an, und Dutzende von Ländern haben bereits ein Verbot von Benzinmotoren in den nächsten 15 Jahren beschlossen.

Finanzielle Interessen der Ölindustrie als Haupttriebfeder der Gegenkampagne

Wie weltweit nachgewiesen ist die Ölindustrie eine der Hauptakteure der Klimaleugner-Bewegung. So finanziert sie auch in der Schweiz einen grossen Teil der Gegenkampagne, sichtbar unter www.klimagerecht.ch. Dahinter steckt Avenergy, die Vereinigung der Ölimporteure. Solche Partikularinteressen haben aber keinerlei Legitimation, die Bevölkerung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Damit werden riesige Schäden für die Allgemeinheit in Kauf genommen. Es ist also höchste Zeit für die Transparenzinitiative, die verlangt, dass die Finanzierung von Parteien und Abstimmungskampagnen offengelegt wird!

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